Sonntag, 19. Februar 2017

Rezension zu "Rauklands Sohn"

Hallo meine Lieben :)
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass ich von der lieben Autorin Jordis Lank zur Verfügung gestellt bekommen habe :) Erst einmal Danke dafür!

Name: Rauklands Sohn
Seiten: 364 Seiten, Taschenbuch
Verlag:  Verlagshaus El Gato
Veröffentlichung: 7. März 2013
Link: https://www.amazon.de/Rauklands-Sohn-Raukland-Trilogie-Band/dp/3943596044


~Erster Eindruck~
Das Erste, was ich vom Buch hatte, war der Klappentext, der mich sofort neugierig auf die Geschichte machte. Natürlich habe ich mir dann sofort das Cover angesehen. Dort ist eine Festung zu sehen und davor ein Schwert, das gut zur Geschichte passt.

~Inhalt~
Worum geht es? Ich wusste zuerst nicht, was ich erwarten sollte, der Klappentext hatte mich allerdings sehr neugierig gemacht hat. Es geht um Ronan Carinn, dem Sohn des Herrschers von Raukland, ein ziemlich grausamer Mann, der alles versucht, um seine Macht weiter auszubauen. Ronan fällt in Ungnade, als er, statt einen Trupp zu führen, bewusstlos in seinem Zelt aufgefunden wird. Er selber kann sich allerdings an nichts erinnern, obwohl alle behaupten, er wäre betrunken und mit einer Frau zusammen gewesen. Sein Vater ist alles andere als begeistert und bestraft ihn hart, jedoch kann sein Lehrmeister, Zhodan, ihn davon überzeugen, Ronan auf die Insel Lannoch zu schicken, die er einnehmen soll. Das Problem an der Sache ist, dass dies ohne Waffengewalt geschehen muss, indem Ronan die Aufgaben, die ihm der König von Lannoch stellt, zu seiner Befriedigung löst. Dabei muss man sich manchmal doch fragen, ob manche Aufgaben ernst gemeint sind 😉
Das ist natürlich nicht alles, was an Handlung passiert, aber ich würde euch ja sonst den Spaß verderben 😜

~Charaktere~
Die Charaktere von Jordis Lank haben mich wirklich fasziniert. So ist jeder einzeln gestaltet, hat einen eigenen Charakter und man lernt die meisten wirklich zu lieben. Ich werde hier auch nur kurz die Wichtigsten vorstellen :)

Ronan ist anfangs ein ziemlicher Eisklotz und wirkt arrogant und wie ein Arschloch (sorry für den Ausdruck :D), allerdings entwickelt er sich im Laufe der Geschichte und man findet immer mehr über ihn und seine Gefühlswelt heraus. Er öffnet sich etwas mehr auch gegenüber anderen Charakteren und so habe ich ihn am Ende sehr lieb gewonnen :)

Liam, der sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu Ronans meist Vertrautem entwickelt, ist ziemlich unsicher und auch nicht so selbstbewusst wie Ronan, sein komplettes Gegenteil. Er soll Ronan mit den Aufgaben helfen und auch er wächst im Laufe der Geschichte weit über sich hinaus. Ich mochte ihn eigentlich von Anfang  an und war am Ende sehr stolz auf ihn.

Eila ist die Prinzessin der Insel. Sie hasst Ronan von Anfang an, da sie weiß, dass er ihre Insel übernehmen will und ihm kein bisschen traut. Wie ihr Großvater (der König der Insel), Merin, will sie ihn anfangs los werden, jedoch haben Beide wirklich nur das Beste für die Inselbewohner im Sinn, so muss vor allem Merin am Ende eine schwerwiegende Entscheidung treffen, während Eila in ihrer Gefühlswelt hin- und hergerissen ist.

~Meine Meinung~
Seit dem ersten Kapitel hatte mich diese Geschichte gepackt. Ich habe sofort mit Ronan mitgelitten, obwohl er anfangs etwas verschlossen wirkte :) Seinen Vater konnte ich von Anfang an nicht leiden und ich wusste sofort, dass Ronan sich niemals einfach so betrinken würde (mehr will ich hierzu wirklich nicht sagen ;)).
Jordis beschreibt alles sehr gut und spannend, sodass ich gar nicht aufhören konnte, zu lesen. Es passierte immer wieder etwas Neues, sodass es überhaupt nicht langweilig wurde.
Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, war, dass man doch relativ wenig Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere bekommt. Das wird etwas dadurch gebessert, dass die Perspektive oft zwischen Liam und Ronan gewechselt wird

. Es ist allerdings ein geringer Kritikpunkt und das Positive überwiegt definitiv.
Gegen Ende war es so spannend, dass ich, ich gebe es gerne zu, geschrien habe, als könnten mich die Charaktere hören und ich würde daneben stehen. Die anderen Teile möchte ich mir auf jeden Fall auch noch anschaffen, um herauszufinden, wie es mit Ronans Geschichte weitergeht.
"Rauklands Sohn" ist für jeden etwas, der ein gutes, spannendes Buch über Kämpfen, Krieg, Königreiche, Freundschaft und Vertrauen sucht.
Wer vielleicht einen kleinen Einblick in die Welt Ronans erlangen möchte, kann sich ja mal die Seite von Jordis Lank ansehen, die ich im Zuge des Lesens ebenfalls besucht habe: https://www.jordis-lank.de/

Damit verabschiede ich mich von euch, ich hoffe, das war hilfreich für euch und ihr gebt diesem unglaublich tollen Buch eine Chance :)

Eure Wolki






Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension zu "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - Das Originaldrehbuch"

Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - Das Original Drehbuch

Eigentlich habe ich das Buch schon vor einiger Zeit gelesen, direkt am ersten Tag nachdem es erschiene ist, tatsächlich^^ Allerdings wollte ich den Hype erstmal abklingen lassen und werde jetzt einmal meine Meinung kund tun (und versuchen, nicht zu sehr zu fangirlen^^)

~Erster Eindruck~

Mein erster Eindruck von dem Buch war schon einmal sehr gut. Es hat ein wunderschön gestaltetes, eingeschlagenes Cover, wo die goldenen Buchstaben des Titels etwas abgehoben sind und es ein wenig nobel (sorry, mir fällt kein besseres Wort ein^^) erscheinen lässt. Die einzelnen Buchstaben sind ein wenig verschnörkelt und es ist einfach nur wunderschön :)

~Inhalt~

Das Drehbuch basiert natürlich auf gleichnamigem Film "Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" und es geht um einen jungen Zauberer, der für einen kurzen Aufenthalt nach Amerika einreist, sich dann aber das Problem ergibt, dass sein Koffer voller Tierwesen mit dem eines No-Maj (Muggel) vertauscht wird. Durch einen Unfall entkommen diese Tierwesen und Newt muss es schaffen, sie wieder einzufangen. Das er dabei ins Schussfeld der gegnerischen Seite kommt, ahnt er nicht...

Geschrieben ist es als Drehbuch-Stil, allerdings hat J.K. Rowling auch sehr viel noch nebenbei beschrieben (bis auf den Paarungstanz, den sich der liebe Eddie Redmayne selber erarbeiten durfte^^), ebenso sind Anmerkungen enthalten, ob es eine Außen- oder eine Innenszene ist, was ich sehr positiv fand. Durch all das lief der Film erneut vor meinen Augen ab und ich muss sagen, da ich ein großer Harry Potter Fan bin, war ich begeistert.
Dazu sind an jedem Akt-Ende und zwischen drin immer wieder kleinere Illustrationen, die gezeichnet wurden, was ich als sehr schönes Detail empfinde.
Auf den hinteren Seiten sind unter Anderem noch einmal die Begriffe in einem Glossar festgehalten, außerdem sind dort die Darsteller noch einmal aufgelistet und wer an dem Drehbuch/Film mitgewirkt hat.

~Charaktere~

Die Charaktere waren alle für mich sehr unterschiedlich. Manche mochte man von Anfang an (Newt ❤) und Andere hingegen waren von Anfang an unsympathisch. Wiederrum Andere haben sich über die Story hinweg sehr verändert und es tat einem Leid, als man sich am Ende von ihnen verabschieden musste, da man sie doch lieb gewonnen hatte.
Die Tierwesen waren allesamt sehr genial^^ Ganz Besonders toll fand ich den Niffler und den kleinen Bowtruckle :D Besonders eindrucksvoll war der Donnervogel, dem Newt helfen wollte.

~Meine Meinung~

Wer den Film noch einmal Revue passieren lassen will oder vielleicht ein Zitat o.ä. nachlesen will, der sollte das Drehbuch auf jeden Fall lesen, vor Allem, wenn euch der Film so gut gefallen hat wie mir.
Natürlich kann man bei einem Drehbuch keinen Fließtext erwarten, aber tatsächlich habe ich J.K. Rowlings Fließtext aus den Harry Potter Büchern vermisst, würde es noch ein Buch als Fließtext geben, würde ich es auf jeden Fall auch kaufen wollen.
Die Story fand ich super. Alleine die ganzen Tierwesen und die Charaktere waren unbeschreiblich und man hat sich direkt verzaubert gefühlt. Ganz Besonders Newt hat es mir angetan, der die ganze Zeit über ein Wenig verpeilt und einfach nur niedlich dargestellt war^^
Fazit: Wer kein Problem mit wenig Fließtext, bzw. Drehbuch-Stil, hat und wem der Film gefallen hat, ist das Buch ein schönes Stück in seiner Fan-Sammlung, alleine weil es schon schön anzusehen ist :)
Natürlich entspricht das Drehbuch nie dem Erlebnis, das man hat, wenn man den Film sieht, aber das soll es ja auch gar nicht :)

LG Eure Wolki

Erschienen: 14.01.2017
Seiten: 304, gebundene Ausgabe
Verlag: Carlsen
Link: https://www.amazon.de/Phantastische-Tierwesen-finden-sind-Originaldrehbuch/dp/3551556946/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1487189098&sr=8-2&keywords=fantastische+tierwesen


Dienstag, 7. Februar 2017

Kari: Rezension zu "Liebe mich, wer kann"...

… oder Du willst eine ewige Bindung? Dann sei ein Pinguin!

Eigentlich hatte ich das Buch schon eher rezensieren wollen, aber das reale Leben ist leider nicht planbar. Ich hasse es, euch so hängen zu lassen, und hoffe, ihr verzeiht mir dies. Dafür könnt ihr euch nun als eintragen und erhaltet immer eine Mail, sobald ich eine neue Rezension gepostet hab. Danke für alles!

Greta Elisabeth Hildebrand ist frisch von ihrem durchgeknallten Politiker-Ehemann getrennt und hält sich für einen Liebes- und Beziehungskrüppel. Kurz vor Weihnachten zieht sie mit ihrer besten Freundin in eine WG und wundert sich, warum sie ihrem Mann Wutmails schreibt und sich offenbar nicht daran erinnern kann, diese verfasst zu haben. Scheinbar verträgt sie keinerlei Tropfen Alkohol und lässt dann die Wut-Greta heraus. So versucht sie, sowohl den Mails auf den Grund zu gehen als auch wieder im privaten Leben Fuß zu fassen. Gelingt es ihr?

Mein persönlicher Eindruck: Grrar, momentan hab ich's offenbar mit weiblichen Protagonistinnen, die Werbetexterinnen in Werbeagentueren sind, denn Greta war auch eine, wie Sara aus dem Buch 'Gespräche mit meiner Katze'. Und wenn wir schon mal bei Paralellen sind: Wie Sara wurde Greta gezwungen überredet, ihr Leben wieder zu sortieren und sich neu zu orientieren, jedoch von ihrer besten Freundin Katka und nicht von einer sprechenden Katze. Und damit hören die Paralellen auf.
Die beste Freundin gefiel mir sehr, beinahe besser als die Protagonistin Greta. So eine Freundin wünscht sich doch jeder, oder? Also ich wünsche mir so eine Freundin. Allein Katkas Idee mit dem Lach-VHS-Kurs hatte mich dazu gebracht, mich lachend über meine Couch zu rollen, von dieser komischen Stinke-Blume ganz zu schweigen.
Auch der Umgang mit Klischees war herrlich. Auf der einen Seite pochte Katka auf ihre polnische Herkunft, auf der anderen Seite deklarierte sie sich nicht als „Klischee-Polin“. Ich amüsierte mich köstlich. Am liebsten hätte ich Katka und ihre Matka adoptiert oder mich adoptieren lassen!
Der Noch-Ehemann von Greta regte mich dagegen innerlich auf. Er bediente ein Stück weit das typische Politiker-Klischee und er regte mich auf! An Gretas Stelle hätte ich ihm weit brutalere und 'gemeinere' E-Mails geschickt und keinen Augenblick meine geistige Gesundheit angezweifelt. Ich find Politiker unmöglich, die können einen halb totlabern, ohne Substanz oder Inhalt, und man denen resigniert alles erzählt, was der Heinie hören will, damit man ihn wieder los wird, ähnlich wie die Zeugen Jehovas. Gott sei Dank kam der nicht ganz so oft vor, denn seine paar Auftritte reichten mir absolut. Mir hätte selbst seine bloße Erwähnung gereicht...
Der 'Running-Gag' mit dem Power-Tier Pinguin und dessen Bedeutung wurde leider nicht wirklich aufgeklärt, was ich sehr schade fand. Ich weiß, dass man viel in unsere Wahlen und Entscheidungen hineininterpretieren kann und dass sie manch Psychologe/Psychotherapeut/Psychater an einem Menschen zu Tode analysieren und interpretieren kann, nichtsdestotrotz hätte es mich wahnsinnig interessiert, was man in die Wahl eines Pinguins interpretieen kann. Vielleicht kann mir einer von euch diese Frage beantworten.
Was mich jedoch störte, war das relativ abrupte Ende. Für meinen Geschmack war es zu schnell und übereilt, so nach dem Motto 'Whoops, nur noch 20 Seiten! Fix mal das Ende reinkloppen!'. Das ist das Einzige, was mich persönlich wirklich nervte.
Der Schreibstil war so herrlich locker, leicht und lustig, dass ich, ehe ich mich versah, die ersten 100 Seiten heruntergelesen hatte, und die nächsten Seiten folgten diesen.

Alles in Allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der eine süße kleine Story für Zwischendurch sucht. Ich hab es gemocht und werde es bestimmt noch mal lesen. Und natürlich ist es ein absolutes MUSS für Pinguin-Fans, allein das pinke/rosa Cover mit den süßen Pinguinen... Also, Pinguine an die Front!


Mittwoch, 18. Januar 2017

Kari: Rezension zu "Der König der Tiere"...

… oder ROOOOAAAAR!!!

Nach dem doch recht belehrenden vorherigen Buch wollte ich ein wenig Humor in meinen doch recht düsteren Kopf kriegen und tadaa! Was eignet sich wohl besser als das neueste Buch eines der brilliantesten Köpfe Deutschlands? Mag nur meine Meinung sein und ich stehe damit gerne alleine, ändert trotzdem nichts daran, dass ich Jürgen von der Lippe mag und schätze und mir gerne ansehe. Da es auch dieses Mal, wie bei diesem Katzenbuch, keine Handlung gibt, entfällt die obligatorische Inhaltsangabe...aus Gründen.
Apropos: Hugo Elch, Penny Einhorn, Olaf Bär und Lucy Luchs haben sich gestritten, wer mit dem Buch posieren durfte. Letzten Endes wurde es, wieder mal, eine Collage. Seufz, Diven...

Mein persönlicher Eindruck: Naja, was soll ich groß sagen außer: Ich amüsierte mich königlichst! (Schlechter Wortwitz, ich weiß)
Der Humor von Herrn von der Lippe ist Geschmackssache, wie alles im Leben, allerdings hat er meinen Humor zu 97% getroffen. Ich fand nicht alle 60 Glosschen und Geschichtchen lustig, aber mal ehrlich, wann gefällt mir schon ein Buch zu 100%? Ich mäkel immer herum. Was für mich sehr angenehm war, waren meiner Meinung nach die kurz gehaltenen Glosschen und Geschichtchen, keine war länger als sechs Seiten. Ich konnte sie schön rasch lesen, was ich bedauerte!, und genoss den Charme jeder einzelnen. Was ich ebenfalls gut gelungen fand, war, dass ich bei jeder Glosschen und Geschichtchen denken könnte, dass sie 'in echt' geschehen sein könnte. Erzählte Herr von der Lippe eine wahre Begebenheit aus seinem garantiert interessanten PrivatLeben, war es bloß eine Erzählung, die er irgendwo irgendwann aufgeschnappt hatte, oder eine frei erfundene Geschichte? Allein die erste Geschichte 'Heute schon prokastiniert?' könnte ein dermaßen typisches Erlebnis gewesen sein, dass ich es ihm abkaufte, wenn er es mir erzählte. Zwischendurch gab es neben reinen 'Erzähl'texten auch Kapitel, die ausschließlich aus reinen Dialogen bestand. Der ein oder andere mag Herrn von der Lippe unterstellen, er wäre arg sexistisch und arbeitet mit Vorurteilen, aufgrund seines Alters durchaus nich verwerflich, jedoch empfand ich weder eine noch das andere.
Die untergeschmuggelte Geschichte von Torsten Sträter konnte ich nicht von denen von Jürgen von der Lippe unterscheiden, was ich nicht weiter schlimm fand.
Der Schreibstil war – im Gegensatz zu meiner sonstigen Lektüre – schon ein wenig gehobener und die ein oder andere Glosse war nichts für Zwischendurch, denn ich hatte in der Tat das eine oder andere nachschlagen müssen, weil ich das Wort nicht kannte. Nun gut, Wortschatz nebenbei erweitert, vielen Dank dafür.

Alles in Allem kann ich das Buch selbstredend von-der-Lippe-Fans und solchen, die es werden wollen, empfehlen, ebenso Leuten, die seine Art von Humor mögen und einfach mal gepflegt lachen und sinnieren wollen, denn ein paar Kapitel regen durchaus dazu an. Vielen Dank, lieber Jürgen, ich hab mich köstlich amüsiert.


Samstag, 14. Januar 2017

Kari: Rezension zu "Gespräche mit meiner Katze"...

… oder Hola Chicas

Soo, meine erste Rezi in diesem Jahr, eigentlich sollte ich an meinem Jahresrückblick tüfteln, aber: Keine große Lust, ich lese lieber ^^ Und präsentiere euch ein Buch, das mir die liebe Lisa und ihr Einhorn empfohlen haben. Mal wieder ein Katzenbuch, olé. Und weil der Tipp eben von der lieben Lisa kam, bat ich die liebe Käthe, Lisas verfressenes, zynisches liebreizendes Einhorn, es euch zu zeigen. Los geht’s!

Sara Léon ist eine Frau im besten Alter mit einem relativ normalen Leben: Dauerstress von allen Seiten. Die Beziehung läuft nicht mehr rund, auf der Arbeit wird sie von Arbeit erstickt und die biologische Uhr tickt unaufhaltsam. Entgegen ihrer spanischen Wurzeln nimmt sie sich keine Zeit für sich oder ihren Lebensgefährten oder Familie und Freunde. Unweigerlich kommt ihr Leben zum Stillstand und ausgerechnet dann tritt eine zu ihr sprechende Katze auf den Plan.
Sibila ist eine wunderschöne Abessinierkatze, die die Weisheit scheinbar mit Löffeln gefressen hat sehr weise ist und ihre Weisheit anderen durchaus auch ungefragt aufzwingt gerne mitteilt. Eines Tages, am Tiefpunkt ihres Lebens, steht sie vor Saras Fenster und verlangt bittet um Einlass und fordert erfragt eine Schale Milch. Daraufhin dreht sie Saras Leben um 180 Grad, nistet sich bei ihr ein adoptiert sie und drängt Sara ihre Weisheiten auf nimmt sie unter ihre Fittiche.

Mein persönlicher Eindruck: Wo fang ich bloß an? Achja, man soll IMMER mit etwas Positiven anfangen. Also mir gefielen die süßen kleinen Katzenbildchen, die hier und da eingestreut waren. Die waren richtig süß und ich hätte sie am liebsten alle ausgeschnitten.
Das war's aber auch schon, irgendwie. Also Sara war durchaus ein netter Charakter und auch Sibila gefiel mir anfangs sehr gut. Wenn Katzen sprechen könnte, wären die meisten Katzen bestimmt zynisch und/oder ein Stück weit überheblich, denn sind wir mal ehrlich: Katzen verstehen es, ihr Leben in vollen Zügen zu genießen! Bloß existiert ein Grenze zwischen Ratschläge erteilen und jemandem seine Meinung fast schon aufzwingen und der Autor Sibila überschritt diese nicht nur einmal. Immer mal wieder nahmen ihre Worte neben einem belehrenden Unterton eben einen sehr Fordernden an und mir gefiel das nicht. Natürlich war vieles, was der Autor Sibila aufführte und an den Menschen Sara kritisierte, mag durchaus berechtigt sein, nichtsdestotrotz ist es ein Unterschied, ob man jemandem seine abweichende Meinung vorschlägt oder ob, wie der Autor Sibila es tat, so lange aufzwingt, bis der Mensch Sara beinahe resigniert nachgibt und einwilligt. Dieser erhobene Finger seitens des Autors Sibilas gefiel mir ganz und gar nicht, egal, ob es Sara letzten Endes doch zusagte und ihr Leben verbesserte. Der Ton macht die Musik.
Daneben fand ich zwar einige Denkansätze der Autos Sibilas durchaus interessant, gleichzeitig waren sie für eine Katze recht ungewöhnlich. Ich meine, eine Katze ist ein carnivores Tier, ohne Fleisch geht bei ihnen gar nichts. Welcher Katzenhalter einer Freigänger-Katze kennt es nicht, dass die Katze mit einem Beitrag zum Abendessen heimkommt? Und ausgerechnet eine Katze soll einem Menschen zu einer vegetarischen Ernährungsweise raten, respektive aufzwingen? Ernsthaft? Wobei andererseits kann ein guter Wortakrobat alles plausibel verpacken, selbst Dinge, die im Grunde so überhaupt gar nicht zusammenpassen. Was nicht passt, wird passend gemacht, wie es so schön heißt.
Der Schreibstil war angenehm, beizeiten hochtrabend und ein bisschen schwerer zu verdauen, allerdings fließend zu lesen, sobald ich einmal drin war. Nichtsdestotrotz störten mich einige Sätze. Sara lebt in London, warum wurden einige Sätze auf Englisch geschrieben und einige auf Spanisch? Das verstand ich nicht.

Alles in Allem kann ich das Buch Katzenfans, Fans spanischer Literatur und Philosophie-Fans nur wärmstens ans Herz legen. Für mich jedoch war es nicht unbedingt geeignet und ich werde es kein zweites Mal lesen wollen.


https://www.amazon.de/Gespr%C3%A4che-meiner-Katze-Eduardo-J%C3%A1uregui/dp/3851793137/

Dienstag, 27. Dezember 2016

Kari: Rezension zu "Katzen - Eine unendliche Liebesgeschichte"...

… oder Miiiaaauuu Miiiau Miauuu Miaaau MIAUMIIAAUU

Ihr versteht kein Kätzisch? Euer Pech, denkt euch gefälligst eine Überschrift :P Ne, Spaß beiseite. Meine pelzigen Freunde und ich präsentieren euch stolz ein Buch über die Katzen Spritz und Schatzi und einigen anderen Erzählungen, weshalb ich mir die obligatorische Inhaltsangabe an dieser Stelle schenken werde und direkt zur Bewertung übergehe, denn viel zu sagen gibt es nicht. Lucy Luchs und meine Miezen präsentieren euch die Rezension, viel Spaß.

Mein persönlicher Eindruck: Ein wunderbares, nicht zu dickes Buch über eine Dosenöffnerin nette Dame, die zwei Katzen besitzt, sie gerne beobachtet und Überlegungen anstellt. Ihre gesammelten Beobachtungen hatte sie in diesem Buch niedergeschrieben, inklusive interessanten Fakten rund um das Leben, Menschen und Katzen.
Jedes Kapitel beginnt mit einem allgemeinen Vergleich, oft zwischen Mensch und Katze, und der leitet das Thema des Kapitels ein. Der Vergleich besteht auf Fakten, zum Beispiel, wie lang der Mensch träumt und wie lang die Katze theoretisch träumt, sofern sie träumen.
Und das ist der Kritikpunkt, den ich an dieses sonst tolle, informative Buch hatte: Wie bei den meisten Büchern dieser Art, die ich gelesen hatte, wurden auch in diesem Buch Katzen zwar nicht vermenschlicht, dafür jedoch sehr romantisiert dargestellt. Stellenweise fand ich die Darstellungen der Autorin kitschig und übertrieben. Andererseits wäre sie nicht die Erste, die eine romantische Hommage an ihre Katzen schreibt und dabei 'übertreibt', denn übertreiben es nicht die meisten Katzenbesitzer oder allgemein Haustierhalter, sobald es um ihre Tiere geht? Sogar ich übertreibe gerne, wenn es um meine Miezen geht, auch die Plüschmiezen.
Neben den informativen und kitschigen Passagen gab es ebenso philosophische und psychologische Passagen, die leicht zu verstehen waren und die Aussagen der Autorin vermittelten, wie die Stelle mit dem Pelz, baaah, Pelz, wer Pelz trägt, würde auch seine Oma verkaufen!. Die philosophischen Texte regten mich zum Nachdenken an und ich sah meine Katzen in einem anderen Blickwinkel, zumindest ein bisschen.
Im Endeffekt, all der Katzenliebe zum Trotz, die wir Dosenöffner Katzenbesitzer besitzen, dürfen wir nie vergessen, dass Katzen kaum domestiziert und nach wie vor Jäger sind. Oftmals zahme Raubtiere, das stimmt, nichtsdestotrotz sind sie Raubtiere. Daran ändert selbst ein Buch nichts, egal, wie schön es geschrieben war oder wie sehr es mich bestätigte, dass ich meine Katzen liebe, wie sie sind.

Alles in Allem kann ich das Buch selbstverständlich Katzenbesitzern empfehlen und solchen, die es werden möchten. Auch Statistik-Fans werden auf ihre Kosten kommen und wer weder in die erste noch die zweite Kategorie passt, dem wird gefallen, dass er nicht nur was über Katzen lernt, sondern auch über sich selbst, das Leben und die Liebe.


https://www.amazon.de/Katzen-unendliche-Liebesgeschichte-Marina-Mander/dp/3570102823/

Montag, 26. Dezember 2016

Kari: Rezension zu "Einfach. Wir Zwei"...

… oder Sei du selbst und nicht, was dir andere vorgeben

Hachz, eigentlich wollte ich ja, aber wie immer... Ihr kennt das, oder? Lucy Luchs präsentiert euch die Rezi zum 3. Teil der 'Contours of the Heart'-Reihe, die Reihe, die ich liebeliebeliebe, so auch diesen Teil. Ich LIEBE Boyce!

Boyce Wynn hat es nie leicht gehabt. Sein Erzeuger Vater ist ein cholerischer, gewalttätiger Säufer und seine egoistische Mutter hat sich verpisst aus dem Staub gemacht, ohne ihm oder seinem Bruder etwas zu hinterlassen. Nachdem auch sein Bruder ihn verlassen hat und gestorben ist, ist er mit seinem Erzeuger Vater alleine und baut sich ein Leben auf. Sein einziger Lichtblick ist seit jeher das Mädchen, dem er das Leben gerettet und aus dem Meer gefischt hat, als er ein kleiner Bube war.
Pearl Torres Frank hat es nie leicht gehabt. Als Tochter einer Immigrantin aus Mexiko hat sie ganz früh gelernt, zu tun, was ihre Mutter für richtig hält. Selbst dann, als ihre Mutter einen reichen Arzt heiratet und sie sozial aufsteigt, egal, wie sehr es ihr widerstrebt. Nie ist sie in der Lage, das zu tun, was SIE will, außer, sie ist mit dem Jungen zusammen, der ihr das Leben gerettet hat, als sie ein kleines Mädchen war. Schafft sie es, zum ersten Mal zu tun, was sie selbst will?

Mein persönlicher Eindruck: Genauso wie bei Lucas liebte ich jedes einzelne Wort, dass ich aus Boyce' 'Mund' las. Dieses Mal hat Tammara darauf verzichtet, zwei Bücher aus verschiedenen Sichten herauszubringen und stattdessen die Kapitel geteilt, ähnlich wie bei „Einfach. Für Dich“, allerdings mit Boyce und Pearl.
Für mich war Boyce ein junger Mann, der sein Leben genoss und sich augenscheinlich nicht viel um das kümmerte, was um ihn geschah, als hätte er sich mit seinem Leben zufrieden gegeben, als hätte er resigniert, dass er 'auf ewig' ein schlichtes Leben in der Kleinstadt führte, ohne richtig feste Bindungen zu irgendwem außer Lucas Maxfield. Er war dem prügelnden Drogen-Jüngelchen der Highschool entwachsen und kümmerte sich um die Werkstatt seines Erzeugers Vaters, er hing mit seinen Kumpels ab, trank ab und zu ein Bier, hatte Sex und das war es. Tammara schafft es, ihre Charaktere eben wie ganz normale Menschen wirken zu lassen, nicht wie Übermenschen oder solche, denen alles mühelos gelingt. Boyce hatte viel erlebt, um dahin zu kommen, wo er war.
Pearl war ebenso wundervoll gezeichnet. Sie wirkte nicht wie ein typisch kleines Goldenes-Käfig-Prinzesschen, sondern wie eine junge Frau, die sich sehr viele Gedanken um ihre Zukunft machte. Ich hatte kein Mitleid mit ihr, weil sie ein 'armes, verwöhntes Girlie' war, wie ihre Freundin Melody, sondern, weil sie einem zwar gut gemeinten Weg folgen sollte, sich jedoch niemand darum scherte, was sie wollte. Ich meine, ich verstand ihre Mutter, die wollte, dass sie fleißig war und was aus sich machte, sie dennoch nicht zu fragen und stur zu beharren fand ich grausam fies. Mir gefiel Pearl bereits aus den zweiten Teil, selbst wenn sie dort selten vorkam, nichtsdestotrotz war ich froh, vom dritten Teil zu erfahren und zu merken, dass sie tatsächlich das nette Mädel war, das auch Lucas von ihr zeichnete. Sie zeigte, dass viel Geld nicht automatisch bedeuten musste, abzuheben und sich zu vergessen. Pearl war schlichtweg nett und lieb, trotz ihres privilegierten Lebens, was man von ihrer Mutter so nicht sagen konnte, aber nun gut. Ihr Stiefvater dagegen war mir sehr sympathisch und sogar Brittney Loper zeigte eine Seite, die ich nicht kannte und mir sehr gefiel. Hut ab.
Lucas und Jacqueline kamen ebenfalls kurz vor, worüber ich mich sehr freute. Ich liebe die beiden und hatte mich riesig gefreut, zu erfahren, dass sie nach wie vor zusammen waren. Leider hab ich immer noch nicht herausbekommen, WO genau die Bücher spielen. Mist! ^^

Alles in Allem kann ich das Buch natürlich jedem empfehlen, der gute Lovestorys mag, die ersten beiden Teile genau wie ich toll fand und schlichte, schöne, detailreiche Geschichten sucht, und besonders Fans von Tammara Webber, Colleen Hoover oder Poppy J. Anderson.