Freitag, 21. Juli 2017

Ein Nachruf?

Ein Nachruf?


Man sagt mir immer wieder, ich könne gut mit Worten umgehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich tatsächlich gut mit Worten kann, aber diese Meinung sei jedem selbst überlassen. Einer der, der extrem gut mit Worten konnte, ist gestern, am 20.07.2017, von uns gegangen.

Ich kann dieses Mal gar nicht in Worte fassen, wie schockiert und traurig ich bin. Und es ist mir relativ gleichgültig, was ihr von diesen Worten haltet, denn ich bin nur ein kleines Licht, das seine unwichtige Meinung abgibt, was mir jedoch wirklich gleichgültig ist, jeder geht anders mit Trauer und Verlust um. Ich kannte ihn nicht, meint ihr? Ich bin bloß ein kleiner, unbedeutender Fan? Mag sein, aber auch das ist mir relativ egal, jeder geht anders mit seiner Trauer um. Und ich denke, ich kann mich gut in Chester Charles Bennington hineinfühlen, weil ich etwas Ähnliches wie er durchgemacht hab. Gleiche oder recht ähnliche Schicksale verbinden auf einer anderen Ebene, dafür muss ich niemanden privat und persönlich supergut kennen.

Halbwegs informierte Fans oder Interessenten wissen, dass Chester als Kind sexuell missbraucht wurde. Die grausame Ironie ist, dass sein Vater ein Polizist im Dezernat für (sexuellen) Kindesmissbrauch war/ist. Wie er das nicht merken konnte? Tja, wer sich einen Scheiß für sein Kind interessiert, der kriegt selbstverständlich nichts mit! Der Missbrauch durch einen älteren männlichen Freund endete zwei Jahre nach der Scheidung. Von Mutter und Vater, bei dem er lebte, im Stich gelassen, wandte er sich früh den Drogen zu, bis er ein teilweises Heil in der Musik, der Malerei und dem Texten fand.
Was aber noch weniger wissen, ist, dass Chester sich nie wirklich dazugehörig fühlte. Unglaublich, oder? Das hat nichts mit seiner Freundschaft zur Band 'Linkin Park' zu tun. Sein Ausgleich waren andere Projekte wie die 'Stone Temple Pilots', eine seiner Vorbilder, 'Dead by Sunrise' und andere, teilweise einzelne Projekte. Darauf will ich nicht herumreiten.

Was viele unterschätzen, ist das, was die Erlebnisse in seiner Kindheit bei ihm hinterlassen haben. In diversen Kommentaren, die ich gelesen habe, um meine eigene Trauer zu verarbeiten, wird Chester angegriffen. Wie er nur seine Kinder und seine Frau alleine lassen könne. Es sei egoistisch, sich selbst umzubringen. Und selbst die Medien tun so, als seien seine Traumata, Depressionen und alles plötzlich erst aufgedeckt worden. Dass niemand vorher von seinen psychischen Problemen wusste. Den Medien verzeihe ich es noch ein Stück weit, obwohl ich jeder einzelnen zu gerne in die Fr**** schlagen würde, weil sie so einen Müll nur der Schlagzeilen wegen, wegen Klicks und Geld verbreiten.

Ich kämpfe noch heute mit Depressionen und anderem aus meiner eigenen verkorksten Kindheit. Jeden Tag strauchel und kämpfe ich. Wusste keiner? Damit geht man nicht hausieren. Ich will keinerlei Mitleid erheischen, genauso wie Chester seine Depressionen und Traumata privat gehalten hat. Vielleicht zu privat? Das weiß ich nicht. Alkohol und Drogen sind ein Hilfeschrei, ein Versuch einer erfolglosen Selbsttherapie.

Egal, wie pathetisch, schnulzig oder klischeehaft das klingt: Chester, seine Musik und seine Texte waren meine Drogen. Als ich 13 war, war ich an einem Tiefpunkt meines Lebens. Das Jahr 2002 war ein Jahr, in dem ich mehr strauchelte als ein 'normaler' Teenager zu Beginn seiner Pubertät. Eine damalige Klassenkameradin hatte mir damals das Album 'Hybrid Theory' geliehen und meine musikalische Erweckung quasi initiiert. Abgesehen davon, dass ich mich von dem typischen Boyband-Fangirlie zu einer Rockröhre entwickelte und Metal und alles für mich entdeckte, entdeckte ich Menschen, die (scheinbar) mit denselben Problemen zu kämpfen hatten wie ich. Damals war mein Englisch mieser als es jetzt ist, weshalb ich mich mit Übersetzungen zufrieden geben musste, die, wie jeder weiß, bloß bedingt nutzbar sind. Trotzdem fassten Chester und Mike das in Worte, für das ich damals keine Worte fand. Die Texte gaben mir eine nötige Kraft, von der ich nicht für möglich hielt, dass ich sie besaß, denn sie sprachen mir aus der Seele. Und je mehr ich mich mit der Band und ihren Mitgliedern befasste, desto mehr erkannte ich mich in ihm wieder: Misshandlungen, emotionale Vernachlässigung, elterliches Desinteresse. Obgleich Chester eine für mich völlig unerreichbare Person ist und war, fühlte ich mich ihm auf eine andere Art und Weise verbunden, die die Wenigsten jemals nachvollziehen können.

Depressionen sind eine ernstzunehmende Krankheit. Die Welle, die sein Tod jetzt schlägt, wird genauso in einigen Tagen wieder abgeflaut sein. Menschen wie wir werden unwillkürlich wieder in der Versenkung verschwinden, weil anderes wichtiger sein wird. Das mag sein, dennoch möchte ich die, die nicht bloß heucheln, sich plötzlich mit Depressionen zu beschäftigen, und sonst wie empathisch tun: Hört niemals damit auf! Menschen wie Chester und ich brauchen euch!
Wir lächeln nach außen hin, wir wirken zufrieden und auf eine gewisse Weise glücklich. Wir weisen eine intakte (neue) Familie auf, scheinen gesund und stabil zu sein, aber niemand kann wissen, wie es wirklich in uns aussieht, wenn er nur einen flüchtigen, oberflächlichen Blick auf uns wirft. Ein Problem der heutigen Gesellschaft, die Oberflächlichkeit. Keiner ahnt, dass eine Kleinigkeit einen Menschen wie uns völlig aus der Bahn werfen kann, emotional gesehen.
Mein 20.07.2017 war ein beschissener Tag für mich, ich fühlte mich elend und hatte den Tag innerlich abgehakt, als ich die Nachricht von Chesters Tod durch eine gute Freundin erfuhr. Ich schrie und wollte es nicht glauben, bis ich es bestätigt sah, exakt 44 Minuten nach der ersten Pressemeldung. Trotz meines gefestigten Umfeldes, meiner Therapeutin und meiner Familie fühle ich mich heute, einen Tag später, kaum besser. Ich stehe neben mir, ich weiß nicht, wie ich das verarbeiten soll. So musste sich Chester gefühlt haben, als er vom Tod seines besten Freundes Chris Cornell erfahren hatte. Chris war unter anderem Sänger von Audioslave und Soundgarden und einer der besten Freunde. Wenn es Chester nur ansatzweise wie mir geht, kann ich es nachvollziehen. Nicht einmal eine intakte Familie hat es leicht, einen depressiven Menschen emotional aufzufangen. Wer weiß, was in Chesters Familie vor sich ging, er hielt es ja berechtigterweise größtenteils privat. Und wer weiß, ob Chester einen Therapeuten wie ich an seiner Seite hatte, der ihm half. Pauschal kann eh niemand was sagen. Ich bin mir nicht sicher, ob Chris' Tod der ausschlaggebende Punkt war, obwohl Chris' Geburtstag am 20.07. gewesen wäre, er wäre 53 geworden. Vielleicht war auch etwas anderes der ausschlaggebende Punkt gewesen. Es gibt Tage, da ist die Psyche so fragil wie hauchdünnes Glas, sie zerbricht bei Kleinigkeiten wie einem bockigen Kind. Ich kenne das selber, wenn mein Stiefkind nicht vom Spielplatz nach Hause will und bockig wird, möchte ich manchmal losheulen wie ein Schlosshund. Am liebsten rollte ich mich in einer Ecke zu einem Ball oder in Fötus-Stellung zusammen und möchte nur noch weinen, weil der Knirps bockt. Und so kann selbst ein kleiner Streit mit Mike der letzte Funke gewesen sein, oder tatsächlich der Tod von Chris. Das weiß im Zweifelsfall nur Chester selbst, und das ist gut so.

Man sagt, es gibt für alles eine Lösung. Selbst ich bin der Meinung, dass es für nahezu alles Hilfe gibt. Niemand muss alleine mit dem fertig werden, was einem widerfährt. Niemand ist schwach, wenn er sich Hilfe holt. Allerdings, manchmal, ist, wie eine Freundin sagte, in einem Menschen zu viel kaputt, als dass es repariert werden kann. Menschen sind, wie Tim Benzko richtig festhielt, eben keine Maschinen, und auch Maschinen sind irgendwann zu kaputt, sodass man sie nicht mehr reparieren kann. Ich möchte Suizide bestimmt nicht befürworten! Aber unbeachtet dessen ist das Leben leider doch zu schwer und der Freitod trotz Familie und allem die beste Lösung. Es ist keine Feigheit und kein Egoismus! Wer das sagt, der weiß schlichtweg nicht, was Depressionen sind und wie sich die Menschen fühlen! Nicht alles lässt sich durch Pillen und Gespräche 'reparieren'!
Informiert euch und verbringt den Tag mit Menschen wie Chester und mir! Eure Stammtisch-Parolen sind ein Schlag in die Fr**** jedes depressiven Menschen und für mich ein Armutszeugnis dieser oberflächlichen Gesellschaft!



Gestern, am 20.07.2017, ist nach ziemlich genau 15 Jahren meine kleine, unbedeutende Welt in sich zusammengebrochen und liegt in Millionen Teile zerschmettert da. Ich werde sie mühselig wieder zusammenflicken können, genauso wie 'Linkin Park', 'Dead by Sunrise' und Chesters Familie und weitere Angehörige, deren Leben er berührt und beeinflusst hat. Dass die Zeit alle Wunden heilt, bestätige ich nur bedingt, denn es gibt Wunden, die kann keine Zeit der Welt jemals heilen. Es tut bloß nach einiger Zeit weniger weh und blutet weniger.
Ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus Chesters Umfeld oder gar andere Fans das hier lesen werden, gleich 0 ist, außer, man teilt diesen Text, aber das ist mir egal. Rest in Peace, Chester Charles Bennington, ich hoffe, du hast da, wo du nun bist, deinen Frieden gefunden, den du hier anscheinend nie finden konntest.


I tried so hard and got so far
But in the end it doesn't even matter
I had to fall to lose it all
But in the end it doesn't even matter

Als ich mich so sehr bemüht habe, so weit gekommen bin
Doch letztendlich ist es nicht mal von Bedeutung
Ich musste hinfallen, alles verlieren
Doch letztendlich ist es nicht mal von Bedeutung

(Songtext „In the End“, Album 'Hybrid Theory', Quelle: http://www.songtexte.com/songtext/linkin-park/in-the-end-73d69641.html )

Donnerstag, 11. Mai 2017

Kari: Rezension zum Film "Bob, der Streuner"...

… oder Wieso Tiere doch die besseren Menschen sind

So, ich hab ja ewig nichts mehr geschrieben, weil ich mir vermehrt Informationen angelesen hab, tut mir echt Leid! Und dann auch noch mit einer ungewohnten Rezension. Wer mich kennt, weiß, dass ich im Regelfall ausschließlich Bücher rezensiere, aber heute möchte ich einen tollen Film rezensieren. Vorne weg: Ich hab das Buch NOCH nicht gelesen, Zeitmangel, ihr kennt es ja.

James Bowen ist ein heroinabhängiger Straßenmusiker, der versucht, sein Leben wieder in richtige Bahnen zu lenken. Als er nach einem Rückfall und der Diagnose einer typischen Fixer-Krankheit am absoluten Tiefpunkt angelangt ist, begegnet ihm ein süßer rot-getigerter Streuner. Eine zweite, schicksalsbewegende Begegnung bindet James an den Kater, der spontan Bob getauft wird. Ab dem Moment helfen sie sich gegenseitig, mal mehr, mal weniger.

Mein persönlicher Eindruck: Wow! Mehr kann ich nicht sagen. Der Film war phantastisch! Ich bin nach wie vor absolut geflasht. Was hat mir gefallen? Ich glaube, besonders herausragend fand ich diesen doch recht krassen Wechsel zwischen guten und schlechten Zeiten, das Auf und Ab. Und dieses Auf und Ab wirkt, vermutlich aufgrund des autobiografischen Aspektes, wirkte auf mich keinesfalls künstlich oder Effekt-heischend. Ebenfalls war es klasse, dass, entgegen dem Trend bei einem Großteil solcher Filme (zB „Wir kaufen einen Zoo“), auf eine schnulzige Nebenhandlung weitestgehend verzichtet wurde. Nun weiß ich natürlich nicht, inwieweit die Beziehung zwischen James und Betty im Buch vorkommt, so konnte ich nicht vergleichen, dennoch war es angenehm und fügte sich perfekt in die übrige Handlung ein.
Ich muss allerdings dieser Rezension in einem Punkt widersprechen. Natürlich überzeugte mich Luke Treadaway als James Bowen und er mimte den sich in der Methadon-Substitutionstherapie befindlichen James authentisch, aber für mich war Bob der wahre Schauspieler. Ich mag hier jetzt keine Diskussion um trainierte Tiere vom Zaun brechen, ich muss jedoch gestehen, dass ich ehrlich erstaunt war. Meines Wissens nach müssen Tiere Jahre tierfreundlich trainieren, um eine solide schauspielerische Leistung an den Tag zu legen. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Bob, der in dem Film sich selbst spielt, genau so eine Schauspiel-Ausbildung 'genießen' durfte. Man merkte das überhaupt nicht. Katzen sind sehr wählerische Tiere, auch, was ihre Menschen angeht, und offenbar mochte er Luke sehr. Das gefiel mir richtig gut!
Nachdem das Schicksal oder was auch immer James mehrmals in die Fresse schlug einen üblen Streich spielte, war Bob, typisch rote Katze, stoisch an seiner Seite, und die wachsende Beziehung zwischen den beiden war herzzerreißend. Mir kullerten ein paar Tränen über die Wange und ich musste an 2-3 Stellen pausieren, weil mich James' Verzweiflung und nahende Hoffnungslosigkeit traurig gestimmt hatten. In diesen Zeiten stand Bob immer an seiner Seite. Er hungerte mit James, er freute sich mit James, er spendete Trost und zeigte James immer, dass es lohnenswerte Ziele im Leben gibt, ganz gleich, wie hoffnungslos die Situation war.
Was ich ebenso gut fand, war, dass der Film eine fast schon gnadenlos ehrliche, ungeblümte Sicht auf das Leben eines strauchelnden Junkies geworfen hat. Er war nicht der erste dieser Art, er wird nicht der Letzte sein, für mich ist er aber etwas ganz Besonderes, vermutlich, weil ausgerechnet ein Streuner quasi der strahlende Held in dieser herzzerreißenden Geschichte ist.
Und ich kann nur bestätigen, was der Film sagt: Besonders rote Katzen sind wahrlich ewig treue Gefährten, wenn sie dich zu ihrem Menschen erwählt haben. Luna, meine eigene rote Katze, beweist es mir jeden Tag, nicht nur, wenn sie mir in die Augen schaut.

Alles in Allem kann ich das Buch den Film jedem empfehlen, der gerne (Teil)Autobiografien und persönliche Dramen anschaut. Der Film war ungeschönt und trotz allem bezaubernd und schön.


Sonntag, 26. März 2017

Kari: Rezension zu "Sei mein Frosch"...

… oder Quak Quak

Vielen lieben Dank für 53 Follower! Ich hab euch ganz doll lieb!
Viele werden sich wundern, wieso ich weniger rezensiere. Das liegt unter anderem daran, dass ich von einigen genötigt gezwungen gebeten wurde, an einem Ausschreiben teilzunehmen. Dafür feile ich gerade an meinem ersten Thriller-Schnulz. Zum gegebenen Zeitpunkt werd ich Bescheid sagen
Da mich bereits Liebe mich, wer kann“ von der Autorin überzeugt hat, konnte ich nicht umher kommen, das zweite Buch ebenfalls zu lesen. Und ähnlich wie das erste Buch konnte mich auch das Zweite überzeugen, genauso wie Luna, weshalb die es euch vorstellen mag!

Viola Nienhaus, frischgebackene Anwältin für Familienrecht in einer großen, gemischten Kanzlei, hat einfach kein Glück mit Männern und Wohnungen. Statt den Frosch zu finden, der sich in ihren Traumprinzen verwandelt, findet sie regelmäßig die stinkenden Kröten im Teich der Welt. Dazu kommen die Schikanen ihres Arbeitgebers und die Arroganz Marotten ihrer Arbeitskollegen. Ist es denn so schwer, den Frosch zu finden, den man zum Traumprinzen küsst?

Mein persönlicher Eindruck: Wie bereits das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen hatte, war auch dieses lustig zu lesen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Ich fand es witzig, spritzig und unterhaltsam.
Wie beim ersten Teil gefiel mir die beste Freundin Hanna beinahe besser als die Protagonistin, aber ich fand Katka einen Ticken besser als Hanna. An Hanna mochte ich ihren hohen Männerverschleiß nur bedingt, gleichwohl er zu einem gewissen Teil zu ihrem Beruf als Journalistin gehört. Ich bin kein Fan von Charakteren, die einen hohen Partnerverschleiß haben, egal ob Frau oder Mann.
Allerdings scheine ich echt ein Händchen für Werbefutzies zu haben. Chris, ein Ex von Hanna, war Zeichner in einer Werbe-Agentur. Was hab ich bloß für ein Glück! *Ironie* Verfolgungswahn lässt grüßen. Ich mochte Chris nicht, nicht wirklich. Und das lag nicht an seinem Job, ehrlich nicht!
Besonders an Viola gefiel mir, dass sie in der Lage war, ihre eigenen Fehler einzugestehen und sie nicht auf andere abzuwälzen. Sie wusste, wo ihre Ziele waren, zumindest beruflich, und ging ihren Weg, außer, es waren Männer involviert. Mit denen hatte sie kein glückliches Händchen bewiesen. Ihre Eltern waren sympathisch und ihre Schwester war in Ordnung. Ihre WG-Mitbewohner waren komisch und die restlichen Charaktere waren okay.
Mein absoluter 'Hass'charakter war dieses Mal Violas Boss. Ich hab selten so einen Fatzken erlebt, mit Ausnahme meines Erzeugers vielleicht. Ihre Abhängigkeit hielt sie Gott sei Dank nicht davon ab, zu denken, was ich mir teilweise ebenso gedacht hatte: Arsch. Simpel und schlicht.
Und ebenfalls wie beim ersten Teil war mir das Ende etwas zu abrupt. Ich hätte mir an ein-zwei Stellen gerne ein paar mehr Details gewünscht, so blieb einiges nicht direkt offen, ungesagt. Ich bin zwar absolut gegen Bücher, die in die Länge gezogen sind, andererseits sollten einige Stellen nicht so kurz gefasst sein. Das einzig Positive, das ich dem abgewinnen konnte, war, dass ich als Leser die Stellen selbst füllen konnte und nicht alles vorgekaut bekam. Das stört mich bei so Endlos-Reihen meistens. An einem gewissen Punkt sollte es gut sein.
Zwei-drei kleinere Fehlerchen hatten sich eingeschlichen, dafür fand ich das Cover, die zwei Hunde mit den Frosch-Mützchen, richtig süß. Leider kamen keine Hunde in dem Buch vor, denn, sind wir mal ehrlich: Wahre Liebe gibt es nur von unserem Getiere. Ansonsten war es sehr gut zu lesen und der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm.

Alles in Allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der mehr von Julia Bähr lesen mag und leichte, lockere und witzige Kost für Zwischendurch mag. Wer jedoch Hunde oder Frösche erwartet, der wird enttäuscht sein.


https://www.amazon.de/Sei-mein-Frosch-Julia-B%C3%A4hr/dp/3442383242/

Sonntag, 12. März 2017

Kari: Rezension zu "Komm, ich erzähl dir eine Geschichte"...

… oder Die Sache mit dem Zirkuselefanten

Dieses Buch wurde mir von einem Freund eines Freundes wärmstens ans Herz gelegt und weil ich gerne Buchtipps bekomme, hab ich dieses Buch dazwischen geschmuggelt und gelesen. Was soll ich sagen? Ich bereute es nicht! Luna mochte das Buch zum Nachdenken ebenfalls und präsentiert es euch deshalb!
Wolki nervt euch übrigens auch gleich noch :P

Die obligatorische Inhaltsangabe fällt weg, da das Buch aus Geschichten, Gleichnissen, Fabeln, (Zen-)Weisheiten und Ähnlichen besteht, die der Therapeut der Dicke Jorge seinem Patienten Demian erzählt, um ihn zu 'therapieren'. Das Buch wird von besagten Demian erzählt und umfasst einen Teil seiner etwa 1 ½-jährigen Therapie.

Mein persönlicher Eindruck: Was kann ich sagen? Ich bereue es tatsächlich nicht, es gelesen zu haben, ähnlich wie den Roman „Sofies Welt“, der mir seinerzeits von meinem Exfreund empfohlen wurde und nahezu weltberühmt ist , zurecht, wie ich sagen muss! Jeder, der es kennt, weiß, wieso.
Grundsätzlich bin ich ja immer skeptisch, wenn ich Genre außerhalb meiner 'Komfort-Genres' lese, allerdings lehrte mich Jorge Bucay, dass diese Skepsis, zumindest bei ihm, absolut unangebracht war! Sein Buch war, bis auf wenige Ausnahmen, richtig gut und, wie versprochen, sehr leicht.
Ich muss jedoch gestehen, dass ich kurz davor war, dass Buch nach den ersten Seiten abzubrechen, weil Jorges erste Geschichte von einem an einem Pflock gebundenen Zirkuselefanten handelte und ich es partout nicht lesen kann, wenn Tiere gequält werden. Damit komm ich ganz schlecht klar und weine. Und ich denke, die meisten verstehen mich dahingehend. Nichtsdestotrotz wischte ich die Tränen fort und stimmte Jorges Aussage, die er mit dieser Geschichte zum Ausdruck bringen wollte, aus vollsten Herzen zu: Wir stehen uns aufgrund vergangener Tiefschläge oft selbst im Wege.
So toll ich die Art des Autors Psychaters fand, das komplizierte Fachblabla oder seine Lehren durch die vergleichenden Geschichten leicht verständlich herüberzubringen wie Jostein Gaarder in „Sofies Welt“, so sehr muss ich ihm manches Mal doch widersprechen bzw. ging ich mit einigen Aussagen nicht konform. Als Beispiel möchte ich seine Erklärung der drei Hauptströmungen im Therapie-Wesen anführen: Jeder Therapie-Ansatz hat, wie nahezu alles im Leben, logischerweise seine Vor- und Nachteile, es existiert keine perfekte Therapie, nur individuell anpassbare Ansätze, die bei dem einen oder anderen Problem hilfreicher sind/sein können als ein anderer. Für mich schließt aber der eine Ansatz den anderen nicht zwangsläufig aus, wie der Dicke Jorge erklärt hat. Meiner Meinung nach existiert auch für einen Psychotherapeuten, Psychater und anderen 'Seelenklempner' kein entweder/oder. Für mich kann ein Seelenklempner sowohl mit psychoanalytischen als auch mit behavioristischen oder gestalttherapeutischen Methoden arbeiten. Vielleicht galt diese Ansicht noch vor gut 20 Jahren, als das Buch erschien, oder wird so in Argentinien praktiziert, oder ich kenne lediglich omnipotente angehende Therapeuten, das weiß ich nicht, ändert jedoch nichts daran, dass meine Meinung diesbezüglich eine andere als Jorges ist/war.
Im Laufe des Buchs entwickelt sich der Leser mit Demian weiter und an ein-zwei Stellen war es erschreckend, wie genau der Dicke Jorge meine unausgesprochenen Fragen beantwortet hat und sie somit quasi hervorsehen konnte.
Der Schreibstil, respektive die Übersetzung waren angenehm, wenngleich der Text streckenweise esoterisch angehaucht war.

Alles in Allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der, ähnlich wie bei „Sofies Welt“, einen ersten und insbesondere recht leicht erklärten Überblick über eine Psychotherapie haben möchte. Es dient keinesfalls zur Selbstdiagnose, sondern lediglich zu einer ersten Form der Selbstreflexion und/oder zum Nachdenken anregen.


Rezension zu "Rauklands Schwert"

Hallo, ihr Lieben :)
Wie versprochen, werde ich auch den dritten Teil von der "Raukland Trilogie" rezensieren. Leider hat es etwas gedauert, was aber definitiv nicht an dem Buch lag, sondern daran, dass ich für meine Prüfung gelernt habe (was nebenbei nichts gebracht hat, aber egal^^).
Wie auch beim zweiten Teil, solltet ihr diese Rezension nur auf eigene Verantwortung lesen, sie kann Spoiler enthalten!

Name: Rauklands Schwert

Seiten: 350 Seiten, Taschenbuch
Verlag:  Verlagshaus El Gato
Veröffentlichung: 03. Juni 2015
Link: https://www.amazon.de/Raukland-Trilogie-Rauklands-Jordis-Lank/dp/3943596435/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1489320472&sr=8-1&keywords=rauklands+schwert

~Das Buch~

Wie bei den anderen Teilen auch, zeigt das Cover im Hintergrund die Festung Fehdorn Ghan, vor der wieder Ronans Schwert abgebildet ist. Hinten sind erneut die kleinen, aber lustigen Vertipper von Jordis Lank, die ich aber dieses mal definitiv am Ende las, um mich nicht zu spoilern ;) Das hat sie zum Glück auch hinten vermerkt für die Menschen, die wie ich, manchmal die letzten Seiten aufschlagen. Hätte ich mich dort gespoilert, hätte ich mich wahrscheinlich selbst gehasst^^

~Inhalt~

Der dritte Teil setzt etwas später nach dem zweiten Teil an. Broghan ist König von Raukland, während Ronan mit Eila und Liam auf Lannoch ist und dort versucht, damit klar zu kommen, dass er gar nicht Azels Sohn ist. Diese Zeit wird jedoch unterbrochen als plötzlich raukländische Schiffe am Horizont erscheinen und die Lannocher sich mit Vorräten und Vieh in der Grotte verschanzen müssen. Die Raukländer haben keine wirkliche Chance, da die Lannocher ihnen in den Grotten weit überlegen sind und sie gar nicht an sie rankommen. Doch das brauchen sie auch nicht, denn als sie Ronan sagen, dass seine Schwester eine Gefangene von Broghan sei, ist der nicht zu halten sobald die Raukländer fort sind. Zurück in Raukland sieht er erst, was aus seinem Heimatland unter Broghans Herrschaft geworden ist und obwohl er sich erst raushalten will, entscheidet er sich dazu, etwas zu unternehmen...

~Meine Meinung~

Dieses Buch ist meiner Meinung nach sogar noch düsterer als die Anderen, aber genauso spannend, wenn nicht noch spannender. Es war aber auch traurig in manchen Momenten (ich empfehle euch Taschentücher! :'() und manchmal wollte man die Charaktere schlagen, weil sie so stur sind. Natürlich kann man sich gut, in sie hereinversetzen, vor allem in Ronans Fall, aber trotzdem hatte man das Gefühl, es wäre besser, wenn er, wie Kiara, es einfach hinnahm. Aber so ist Ronan nun mal nicht ;)
Ich fand es vor allem interessant zu lesen, wie Ronan einen Aufstand aus Bauern aufstellen konnte, die alle dazu bereit waren, für ihr Land zu kämpfen. Was so eine Menge Leute erreichen kann, zeigt uns, dass es sich lohnt, zusammen zu halten und für seine Sache einzustehen.
Das Ende hat mich tatsächlich sehr überrascht, da ich mit etwas Anderem gerechnet hatte, aber es war eine positive Überraschung, die ich mir insgeheim doch gewünscht habe :) Hierzu will ich natürlich nicht näher ins Detail gehen, um euch die Überraschung nicht zu nehmen ;)
Schade fand ich es nur, dass man Shea nicht näher kennenlernen konnte. Man wusste eigentlich nur das, was Zhodan über sie erzählt hat.
Zhodan ist ein Charakter, der mir wirklich ans Herz gewachsen ist, obwohl er immer so verdammt stur ist, wie Ronan auch. Aber auch Hannah und Ronan gehören zu meinen Lieblingen und ich könnte wirklich nicht sagen, wen ich lieber habe^^ Sie haben sich alle über die Zeit sehr zum Positive entwickelt und aus ihren Fehler gelernt, wodurch sie jetzt Raukland besser schützen als je zuvor.
Ich bin froh für Raukland, dass sie ihre eigenen Ketten durchreißen konnten und ich schätze, es wird dem Land jetzt besser gehen.
Ich kann diese Reihe nur jedem ans Herz legen, der sich für solche Thematiken und für das Genre interessiert. Jeder, der die ersten zwei Teile gelesen hat, wird sich eh nicht darum herum kommen können, auch das epische Finale zu lesen!
Alles, hat sich am Ende sehr gut zusammengefügt und ich bin froh, dass ich diese Buchreihen kennenlernen durfte :) Ein bisschen traurig bin ich tatsächlich, dass sie nun vorbei ist, aber ich glaube, das geht mir nach jedem Buch so ;)
Ich hoffe, ich konnte euch die Reihe etwas ans Herz legen und ich hoffe sie gefällt euch, ebenso wie mir :)

Liebe Grüße
Eure Wolkensprung ❤

Rezension zu Rauklands Sohn: https://crazybuchbummler.blogspot.de/2017/02/rezension-zu-rauklands-sohn.html
Rezension zu Rauklands Blut: https://crazybuchbummler.blogspot.de/2017/02/rezension-zu-rauklands-blut.html

Samstag, 11. März 2017

"Wort zum Sonntag"-Aktion von Gedanken-Vielfalt

Der perfekte Urlaub

Die liebe Steffi von Gedanken-Vielfalt nötigte bat mich, einen Artikel zu ihrem „Wort zum Sonntag“ zu verfassen, dem ich natürlich wenngleich sehr verspätet, nachkomme. Ihr kennt das ja, ne? Die Zeit vergeht wie im Fluge und ehe man sich's versieht ist die Woche wieder herum. Mäh!
Dieses Mal verfasse ich den Beitrag alleine, da mich keiner mag :-( Thema ist „Urlaub“.

Der perfekte Urlaub...ich finde es schwer, den für mich perfekten Urlaub zu definieren. Mein Erzeuger sorgte dafür, dass ich trotz wenig Geld, was er mir auch noch klaute, viel sehen und erleben konnte. Andererseits sorgte das knappe Budget oft dafür, dass wir Aktivitäten abseits der touristischen Möglichkeiten unternahmen. Das lag mitunter daran, dass mein Erzeuger selbst in seiner Jugend viel unternahm, ebenfalls mit knappen Budget und guten Freunden.
So kam es, dass ich meinen 14. Geburtstag in Marrakech in einem marokk. Bordell und einem auf 2000 Meter Höhe liegenden, kleinen Berberdorf mitten im Hohen Atlas verbrachte, das weder fließend Wasser noch Strom hat, abgesehen von einer Flussquelle in einem kleinen Tal und einem Dorfbusch. An einem anderen Tag genossen wir typisch touristische Besichtigungen der Cîterne Portugaise in El Jadida mit einem Abstecher zu einem marokk. McDonald's. Aber das Allerbeste war die allmorgendliche Aussicht, sobald ich auf die Terasse unseres Ferienhäuschens heraustrat: Atlantisches Ozeanwasser, naturbelassener Sandstrand und ein traumhafter Sonnenaufgang. Ein Freund meines Erzeugers war in ein kleines, wirklich kleines Minidörfchen südlich von El Jadida an der atlantischen Küste ausgewandert, um dort seine Rente zu genießen. Diesen besuchten wir.
Solche Hybrid-Urlaube, wie ich sie gerne nenne, sind für mich der optimale Urlaub. Eine Mischung aus Improvisation und Planung.

Ein weiteres Beispiel ist ein Urlaub in La Carihuela, Andalusien, der 2. Heimat meines Erzeugers. An einem Tag nahmen wir an einer kompletten Führung durch Granada und insbesondere der Alhambra teil, am anderen Tag fuhren wir mit einer einheimischen Buslinie in einem 'Reisebus' nach La Linea, um zu Fuß nach Gibraltar zu latschen und uns ohne den 'Zwang' durch einen Führer oder Ähnlichen das britische Überseegebiet im eigenen Tempo und Reihenfolge anzuschauen. Weder mein Erzeuger noch ich sprachen ausreichend Spanisch oder Englisch oder sonst was, aber mit Händen und Füßen kann man sich sehr gut unterhalten. ZOBs sind leicht zu finden und mit ein bisschen Glück kommt man genau da hin, wo man hin will. Genauso handhabten wir es mit der wunderschönen Stadt Mijas.
Unvergessen sind meine allmorgendlichen Touren auf Mallorca, direkt nach dem Frühstück, in eine einheimische Bodega, um phänomenalen Kartoffelsalat von Mama und eine kleine Flasche San Miguel zu genießen, teilweise ganz alleine. Der Inhaber kannte mich ja ^^ Mit der Straßenbahn fuhr ich durch eine bezaubernde Landschaft ein paar Dörfer weiter, um mir den Kartoffelsalat einzuverleiben. An einem Morgen kam mein Erzeuger völlig entgeistert an und ich saß grinsend und fröhlich futternd in der Bodega, verstand kein Wort und kommunizierte irgendwie mit dem Inhaber, dessen Mutter überglücklich war, dass ich als deutsche Touristin ihren Salat in höchsten Tönen lobte. Selbstverständlich hatte ich der dt. Rezeptionistin unseres Hotels Bescheid gegeben, wo ich war, damit sie es meinem Erzeuger mitteilen konnte.

Heimische Urlaube verliefen nach einem ähnlichen Konzept. Carolinensiel, Hamburg, Berlin, Bad Schandau, Biblis...fast immer besuchten wir mit dem Auto Freunde meines Erzeugers und fast immer mischten wir touristisches Sightseeing mit selbst geplanten Tagestouren. 'Shoppen' in Polen, der berühmte Rosengarten in Pinneberg, der Zoo in Berlin, eine Tour durch Prag, Dresdens Zitadelle und eine HopOn-HopOff-Tour...

Völlig ruhige Tage sind absolut nichts für mich. Ich konnte mich noch nie einfach an den Pool/Strand/... legen, ein Buch lesen und mich sonnen. Einen halben Tag im Hotel/Hotelnähe war okay, abends mal 1-2 Stunden TV schauen, das war's. Wenn ich im Urlaub woanders bin, treibt mich meine Neugierde, nicht einmal die Sprache kann das verhindern. Wenn ich zwei Sachen für mein Leben gelernt hab, dann, dass man eigentlich nicht die Sprache sprechen muss, um sich mit Händen, Füßen und einem Lächeln zu verständigen, und dass der Satz „Wo ein Wille ist, da ist ein Weg“ definitiv zutrifft, wenn man wirklich WILL.

Allerdings verzichte ich mittlerweile lieber auf Flugzeuge, zu denen mich mein Erzeuger, als ich jünger war, zwang. Ich leide seit je her an Höhenangst und er pflanzte mir eine Flugangst dazu, weil er mich zwang, am Fenster zu sitzen, sich über mich lustig machte und mir Angst machte, indem er Sachen sagte wie Siehst du, wie die Tragfläche wackelt? Gleich fällt die ab!“ oder „Hast du das Wackeln gespürt? Das war eine Niete, die herausfiel, gleich stürzen wir ab!“. Er fand es irre lustig, sich über mich lustig zu machen, sobald ich panisch wurde und weinte, und ich war zu jung und zu sehr verängstigt, um rational zu wissen, dass das Quatsch war, was er laberte. Und das sorgte dafür, dass ich neben der Höhen- auch Flugangst hab und lieber mit dem Zug verreise, wobei ich wirklich gern mal wieder nach Spanien möchte...

Samstag, 25. Februar 2017

Kari: Rezension zu "Rock my Heart"...

… oder Be my little Rock'n'Roll Queen
(The Subways)

Sooo, Sweety Wolki und ich haben euch in dieser Woche ja noch nicht genug genervt, daher bekommt ihr frisch am frühen Samstagsmorgen von mir noch eine Rezension hinterher geschmissen geliefert. Meine geliebte Katze Luna half mir dieses Mal mit dem Foto, weil sie das Buch auch gut fand und unbedingt zeigen wollte, wie gut es ihr nach ihrer schweren OP wieder geht! Einmal bitte alle einen Moment an Luna denken und an Tiere, die leider nicht so ein Glück wie sie haben und leiden müssen...
Schönes Karnevalswochenende an all die Jecken und viel Spaß.

Rowan Michaels will lediglich einen netten Abend mit ihrer besten Freundin Dee im angesagten Club 'Mayhem' verbringen und die tolle Musik der Band The Last Ones to Know genießen. Als sie ihren langjährigen Freund sieht, fürchtet sie, dass der Abend gelaufen ist, allerdings wird sie eines Besseren belehrt und ihr Abend entwickelt sich zu einer kleinen Achterbahnfahrt der Gefühle. Gelingt es ihr, dem Gefühlschaos Herr Frau zu werden?
Adam Everest tut stets nur das, wozu er Lust hat, und mag, mit Ausnahme seiner Musik, keinerlei emotionalen Verpflichtungen eingehen. Er ist Leadsänger und Songwriter der aufstrebenden Rockband The Last Ones to Know und genießt dieses Leben als in vollen Zügen, bis er einer ihm unbekannten Schönheit trifft, die ihn abblitzen lässt. Wird er sie jemals wiedertreffen und von sich und seinen Absichten überzeugen können?

Mein persönlicher Eindruck: Ich hatte eine leichte Rockstar/Bad-Boy-Kost erwartet und bekam eine eben solche. Schöne, seichte, vor sich hin plätschernde Story mit Charakteren, die ich an einigen Stellen am liebsten durch den Fleischwolf gedreht geschüttelt hätte. Rowans Gedanken waren teilweise anstrengend, meistens sobald sie an Adam gedacht hatte. Innerlich verwandelte sie sich in ein quietschendes Fangirl, wohingegen sie äußerlich – und das gefiel mir eindeutig besser – tough blieb und ordentlich konterte, zumindest meistens. Hätte sie diese Seite doch bloß auch in ihrer Gedankenwelt gehabt und nicht immerzu von Nutten und wie unscheinbar sie wäre gedacht.
Und ebenso bin ich dieses Mal ihrer besten Freundin zwiegespalten gegenüber. Normalerweise mag ich diese lieber als die Protagonistinnen selbst, nur Dee hatte mir streckenweise nicht gefallen. Das beinahe zwanghafte Bestreben, Rowan so nuttig freizügig wie möglich zu kleiden, ließ mich daran zweifeln, ob Deandra tatsächlich Rowans beste Freundin war. Vielleicht ist das meine radikale Sicht, ich kann jedoch nicht anders, als zu denken, dass beste Freunde den anderen so gut kennen, um zu wissen, dass derjenige moralisch, ethisch, wasauchimmer schlichtweg nicht der Typ ist/sein will, den die beste Freundin verkörpert und/oder aus einem machen will. Das konnte ich bei Dees Drängen Bestreben nicht partout abschütteln. Abgesehen davon mochte ich sie und wäre mit ihr an vorderster Front, Rowans Verlobten Brady einen wie auch immer gearteten Schaden zuzufügen!
Was selbstverständlich nicht fehlen durfte war der fast schon Quotenschwule Leti. Leti war zwar lediglich eine Nebenfigur, nichtsdestotrotz mochte ich ihn. An ihm hatte ich nichts auszusetzen und er war mir durchwegs sympathisch, der beste schwule Freund halt, obwohl mir die Entwicklung der Freundschaft ein bisschen zu rasch vonstatten lief, aber nur ein bisschen und nicht so, dass es mich groß gestört hätte.
Die übrigen Nebencharaktere, vornehmlich die Bandmitglieder, wurden relativ kurz vorgestellt. Von ihnen mochte ich Shawn am meisten. Hoffentlich kriegt er ein Buch und ich erfahre mehr von ihm!
Der Schreibstil und die Übersetzung waren sehr angenehm. An dieser Stelle möchte ich Veronika Dünninger ein großes Lob aussprechen. Ich finde ihre Übersetzungen sehr gut und sie kann die Atmosphäre, die in den Büchern vorherrscht, sehr treffend ins Deutsche hineintragen. Das hat man nicht mehr oft. Ich lese ihre Bücher richtig gerne, nicht nur, weil sie auch Lucas&Jacqueline und Boyce&Pearl übersetzt hat. Vielen Dank für die wunderbare Arbeit!

Alles in Allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der Rockstars, Bad-Boys und nette Bücher für Zwischendurch sucht. Ich bin schon gespannt, wie der zweite Teil mit Joel wird.


https://www.amazon.de/Last-Ones-Know-Heart-Roman/dp/3734102685/

Donnerstag, 23. Februar 2017

Rezension zu "Rauklands Blut"

Hallo, ihr Lieben!
Ich habe versprochen, dass ich auch den zweiten (und vielleicht auch noch den dritten^^) Teil von der Raukland-Trilogie rezensieren möchte :) Das Lustiger ist, dass ich erst gestern Jordis gesagt habe, es würde länger dauern, an dem Abend hab ich das Buch dann durchgelesen^^ Das Buch habe ich am Anfang als Ebook gelesen, dann aber die gebundene Ausgabe bekommen und dort weitergelesen :) Danke erneut an Jordis ❤ Also fangen wir an!
Edit: Wer den ersten Teil nicht kennt, sollte hier mit Spoilern rechnen :) Ihr seid gewarnt!


Name: Rauklands Blut

Seiten: 350 Seiten, Taschenbuch
Verlag:  Verlagshaus El Gato
Veröffentlichung: 25. Oktober 2013
Link: https://www.amazon.de/Raukland-Trilogie-Band-Rauklands-Blut/dp/3943596362/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1487878934&sr=8-1&keywords=rauklands+blut

~Der Anfang~

Wie auch bei dem ersten Teil der Reihe ist auf dem Cover wieder eine Festung und das Schwert Ronans zu sehen :) Auch hinten sind wieder kleine Outtakes zu lesen, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Mir war klar, dass ich den zweiten Teil auch lesen musste, alleine, weil der Erste doch einige Fragen offen ließ.

~Inhalt~

Der zweite Teil knöpft nahtlos an den Ersten an. Ronan hat es geschafft, die Aufgaben des König von Lannoch zu lösen und die Insel in seinen Besitz zu bringen. Auch konnte er dem Mordversuch seines totgeglaubten Bruders entgehen und kehrt nun nach Raukland zurück, fest in der Annahme, dass Broghan (sein Arsch von Bruder) von seinem Vater schwer bestraft wird. Wie man sich jedoch denken kann, ist es Ronans Vater ziemlich egal (Ich hasse ihn!), er sieht sogar einen Anwärter in ihm für den Thron Rauklands. So entsteht ein Kampf zwischen beiden Brüdern, wer den Thron von Raukland später bekommen soll, aus dem Ronan augenscheinlich als Sieger hervorgeht, doch Broghan weiß ein schreckliches Geheimnis und er hat keine Scheu, dies allen zu verkünden...

~Charaktere~

Wie im ersten Teil ist Ronan die Hauptperson. Aber auch andere Charaktere, die dort nur kurz angeschnitten wurden, lernt man näher kennen, wie Zhodan, Kiara, Gismo, Broghan und natürlich auch Azel.

Ronan ist seit seiner Zeit auf Lannoch nicht mehr der Gleiche und das bemerken auch die Raukländer. Er zeigt mehr Herz als jemals zuvor, aber das macht ihn auch verletzlicher (Mein Baby ;_;). Ich finde ihn immer noch sympathisch und das wird er, glaube ich, auch bleiben xD Bei manchen Situationen hätte ich ihn zwar schlagen können, aber das ist wohl bei jedem Charakter manchmal der Fall.

Zhodan hat mich am meisten überrascht. Man kriegt einen guten Einblick in seine Gedankenwelt und eigentlich mag ich ihn auch. Leider hat er einen schweren Fehler begangen, der ihm wohl auch schwer zu verzeihen sein wird :( Allerdings merkt man auch bei ihm, dass er eigentlich nur eine Maske trägt, ein gutes Herz hat und sich sehr um Ronan kümmert :)

Kiara hat mir in diesem Buch am meisten Leid getan, aber es hat mir auch gezeigt, wie stark sie eigentlich ist. Wenn sie vorher schon als tough erschien, ist dies nichts im Vergleich zu dem, wie ich sie jetzt sehe.

Gismo ist wirklich der geheime Held in der Geschichte und er hat mich immer aufgeheitert :D Ich stelle mir tatsächlich vor, dass einer seiner Vorfahren ein Wal war (Wie Ronan so passend feststellte^^). Das Pferd liebt Wasser so sehr, das ist fast krank xD Ich hoffe, Gismo findet noch einen Auftritt in Band 3 :)

Broghan und Azel kann ich mit einem Wort zusammenfassen: Arschlöcher. Mehr braucht es eigentlich nicht. Beide sind sowas von fies, kalt und skrupellos. Ich will auch gar nicht mehr zu den Beiden sagen, das würde einfach zu viel vorneweg nehmen xD

Den Einzigen, den ich tatsächlich vermisst habe, war Liam :( Ich hab den kleinen Tollpatsch doch liebgewonnen. Ich gehe aber davon aus, dass er in Band 3 auftauchen wird :) Ich freue mich jetzt schon.

~Meine Meinung~

Ich hatte hohe Erwartungen an Band 2, einfach, weil mich "Rauklands Sohn" schon komplett geflasht hatte. Und ich darf zugeben: Er hat mich nicht enttäuscht! Tatsächlich hab ich gestern alles durchgelesen, bis 23:30 Uhr, obwohl ich hatte lernen müssen, aber gut, vergessen wir das^^ Das schlechte Gewissen ist es mir wert.
Wie zuvor auch gab es Momente, in denen mir durch den Kopf schoss: Nicht im Ernst! Ist das gerade wirklich passiert?!
Wem der erste Band gefallen hat, der wird vom Zweiten nicht minder begeistert sein. Dieses Mal geht es vor allem um Lügen, Krieg, Machtspiele und Liebe :)
Das Einzige, was mich gestört hat, war an manchen Stellen Eila... So sehr ich verstehen kann, dass sie Ronan liebt und beschützen will, kann ich nicht anders als sie in manchen Situationen nervig und ziemlich dumm zu finden. Sie wettert ziemlich oft gegen Zhodan (gut, er ist ihr gegenüber auch nicht wirklich zugetan^^) und bringt sich selbst nur unnötig in Gefahr... Das ist aber auch tatsächlich das Einzige :) Alles andere war wirklich einfach nur spannend und passt 100%.
Ich kann es nur jedem ans Herz legen, da es eine wirklich sehr spannende Geschichte ist, die ich froh bin kennen lernen zu dürfen :)
Nun, vielen Dank fürs Lesen und fürs ertragen meines Fangirlen :D

Liebe Grüße
Wolkensprung 😸

Rezension zu Rauklands Sohn: https://crazybuchbummler.blogspot.de/2017/02/rezension-zu-rauklands-sohn.html

"Wort zum Sonntag"-Aktion von Gedanken-Vielfalt

Hunde kommen, wenn man sie ruft
Katzen nehmen deine Nachricht zur Kenntnis und kommen eventuell später darauf zurück


Sou, eigentlich sollte der Beitrag schon gestern online kommen, aber so kommt er erst heute, so sorry. Mit diesem Beitrag partizipiere ich mich an dem „Wort zum Sonntag“ der lieben Bloggerin Stefanie von Gedanken-Vielfalt und ihrer Linkparty. Das dieswöchige Thema ist „Haustiere“, also texte ich euch über Haustiere voll.
Des weiteren gibt es einen Gastbeitrag von einer guten Freundin, Miri, die euch unter anderem etwas über ihre Katze erzählen mag.

Ich hatte mein Lebtag Haustiere. Es gab keine Zeit, wo ich keine Haustiere hatte. Tiere sind ein essentieller Teil meines Lebens und ich kann mir ein Leben ohne ein Tier einfach nicht vorstellen.
Mein erstes Haustier war ein verrückter Wellensittich, dessen Tod durch Altersschwäche (noin, nicht durch den Tapetenlöser, denn er mal als 'Teenie' gefressen hat...oder was er sonst noch alles gefressen hat, wie Kotellett-Knochen, Leberwurst...oder einer seiner abenteuerlichen Stunts...) mich für Wochen total aus der Bahn geworfen hat. Darauf folgte noch ein Wellensittich samt Hund. Meine Sittiche hießen allesamt Peter und mein Hund hieß Elsa.


Elsa war ein toller Hund und es brach mir das Herz, sie zu verlassen, als mich mein Erzeuger vor die Tür schmiss. Elsa war ein Tierheimhund und schon ein bisschen älter. Sie war wunderbar und bestärkte mich bloß noch mehr in meiner Überzeugung, immer einem etwas älteren Tier aus dem Tierheim den Vorzug zu geben, denn sie sind wunderbar.

Noch bevor ich Elsa allerdings bekam, bekam ich ein kleines Kätzchen. Ich ließ das Kätzchen bei meiner Mom, da sie sich eh eine Katze holen wollte und mein Wellensittich bei meinem Erzeuger keine Katzen mochte (^^). Und diesem ersten Kätzchen folgten im Laufe der Jahre einige Kätzchen mehr. Leider ist mein Herzenskater letztes Jahr verstorben bzw. eingeschläfert worden, weil er schwer krank war. Heute habe ich drei weitere Katzen und ich liebe sie!


Prinzessin Mimi von und zu Diva...

Sie kam zu mir, weil eine ehem. Nachbarin sie offenbar nicht in die neue Wohnung mitnehmen wollte konnte und warf sie aus dem Fenster. Nach drei Wochen lief sie meinem Herzenskater Benny hinterher und wollte nicht mehr weg.


Monsieur Caillou aka der Stein aka Flecki...

Er hat von allen noch das leichteste Schicksal: Meine Cousine, die nicht die Hellste ist, dachte, das Kitten ihrer Ex-Schwägerin sei eine Katze, mit der sie mit ihrem Kater Prinz&Prinzessin spielen konnte. Als sich herausstellte, dass SIE ein ER ist, bewahrte ich ihn vor dem Tierheim.


ADS-Katze aka Luna...

Sie lebte eine unbestimmte Zeit auf der Straße, wurde eingefangen, zweimal vermittelt und landete dann bei mir. Nach ewigen Untersuchungen stellte mein Tierarzt fest, dass sie einen nicht korrekt verheilten, nicht mehr schmerzenden Schwanzbruch hat und deshalb mehr als normal schreit. Zudem scheint sie unter ADS zu leiden, weil sie sehr verschmust ist.


Litschie-Bohne aka Benny...

Mein Herzenskater, Ruhe in Frieden, kleiner Schatz. Er wurde von einer Bekannten gefunden, gemeinsam mit seiner Schwester und der Mutter, allesamt mehr tot als lebendig. Nach einer kurzen Untersuchung in unserer Tierklinik konnte das 4-Wochen-alte Kitten zu mir und ich peppelte ihn auf. Seine Mutter hat es leider nicht geschafft.
Wie viel hab ich mit dir mitgemacht? Fast abgerissenes Beinchen, riesiger Biss an der Schwanzwurzel...ich werde dich NIE vergessen! Du warst mein Erster...


GASTBEITRAG VON MIRI:

Ich bin mit einem deutschen Schäferhund aufgewachsen, leider kann ich mich nicht an wirklich viel erinnern.
Der Hund hieß Rocky und war schon da, seit ich geboren wurde und lebte bei uns, bis ich ca. 5 Jahre alt war.
Er war aus Erzählungen ein ganz lieber Hund, allerdings konnte er auch frech sein.
Rocky war ausgebildeter Polizeihund, aber leider konnte er nicht eingesetzt werden, er war Epileptiker.
Ich kann mich an so einige Sachen erinnern, einmal lief mir die Nase und meine Mutter wollte schnell ein Taschentuch holen, das brauchte sie dann aber allerdings nicht mehr - denn Rocky hat mir mit seiner Zunge die Nase geputzt, haha.
Was mir auch stark in Erinnerung geblieben ist, ist ein Moment, wo Rocky mich vorgewarnt hat, weil ich ihn zu doll geärgert hatte.
Meine Hand war in seinem Maul, er hat sie aber relativ schnell wieder losgelassen, und obwohl er mich nicht gebissen hat oder so, hat es mich doch ganz schön geschockt.
Das andere Mal hat er mich aus Versehen zwei bis drei Stufen von einer Treppe heruntergeschmissen. Zum Glück hatte ich eine dicke Jacke sowie eine dicke Mütze an, wehgetan hab ich mir nicht. Nur aus Schreck hab ich geweint.
Die letzte, klare Erinnerung an Rocky ist traurig... denn das war zu der Zeit, als er eingeschläfert werden musste. Sein Rückenmark wurde angegriffen und er konnte nicht mal mehr aufstehen.
Ich konnte mich nicht von ihm verabschieden, meine Eltern hatten mich damals einfach zu Oma geschickt und das nehme ich ihnen immer noch böse.
Auch wenn sie es nur gut gemeint hatten und ich Rocky so in Erinnerung behalten sollte, wie ich ihn kannte.
Alles, was ich von Rocky noch habe, ist ein Foto und das liebe ich über alles.





Dann kam Mausi, mein Bruder und meine Mutter haben sie mal angelockt gehabt, da es vorher nichts gebracht hatte, sie von unserem Grundstück zu verjagen.
Mausi war eine ganz liebe Katze mit schwarzem Fell, was manchmal (und vor allem in der Sonne) rotbräunlich schien.
Sie war aufgeweckt und man konnte wirklich alles mit ihr machen.
Sie aß sogar mit einem Igel von einem Teller.
Mausi hatte meiner Mutter und meinem Bruder auch mal einen großen Schrecken eingejagt. Sie lag etwas weiter weg in der Nähe des Nachbarhauses und bewegte sich nicht sichtbar. Deswegen sind meine Mutter und mein Bruder zu ihr hin.
Mausi hob ihr Köpfchen und gähnte den beiden ins Gesicht.
Eines Tages hat sie Flo mitgeschleppt, er war braungetigert.
Flo war groß, krank und hatte keine Zähne mehr. Er war der einzige Kater, den Mausi in ihrer Nähe duldete.
Sie teilte mit ihm sogar ihre geliebte Forelle.
Irgendwann tauchte Flo nicht mehr auf und wir wissen bis heute nicht, was mit ihm passiert ist. Scheinbar hat er sich zum sterben zurückgezogen, wir haben ihn jedoch nirgendwo gefunden...
Und Mausi musste ein paar Jahre später dann irgendwann nach mehrmaligen Behandlungen eingeschläfert werden.



(Ein Bild von Flo habe ich leider nicht gefunden.)

2007 bekamen wir dann unsere mürrische Prinzessin, sie hört auf den wunderschönen Namen: Bruno. Sie ist ein Mix aus einer Hauskatze und einen Kartäuser.
Wir haben sie von den Nachbarn bekommen, die sie nicht mehr wollten. Von denen kommt auch der Name, sie dachten, Bruno wäre ein Kater, und sie hatte sich schon so an den Namen gewöhnt, dass ein anderer Name gar nicht mehr in Frage kam.
Ich habe Bruno nie etwas getan und sie mochte mich einfach nicht, hat sich bis heute leider nicht geändert.
Ich erinnere mich, sie hatte 
mich mal – weil ich ihr im Weg stand – gekratzt und daraufhin habe ich damals weinend mit Kreide ein Bild gemalt, wie die anderen Katzen Bruno auslachen.
Sie ist übrigens leider keine Kuschelkatze, sondern eher Grumpy Cat 2.0 oder auch eine richtige Raubkatze. Wenn sie knurrt und faucht hört sie sich an wie ein Puma.
Und wenn man sie zum Tierarzt bringt will, muss man dicke Schweißerhandschuhe anziehen. 😁
Die einzige Person, die Bruno streicheln kann, ist meine Mutter, keine Ahnung, wieso.
Andere faucht und knurrt sie an oder sie schlägt gleich zu, je nachdem.
Meine Oma und mein Bruder haben sich mal um sie gekümmert, als wir weg waren, und dort wollte Brunolein Futter haben und war ganz lieb, aber sobald das Futter vor ihr stand, war sie wieder die Zicke und hat beide gekratzt.
Auch wenn sie mich vermutlich hasst, hab ich diese mürrische Katze ganz doll lieb und ich könnte mir nicht vorstellen, ohne sie zu leben.


Habt ihr auch Haustiere? Erzählt mir was davon oder hinterlasst der lieben Steffi etwas Nettes.
Habt ihr Fragen? Miri, ich und alle anderen stehen euch zur freien Löcherungsverfügung.

Sonntag, 19. Februar 2017

Rezension zu "Rauklands Sohn"

Hallo meine Lieben :)
Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass ich von der lieben Autorin Jordis Lank zur Verfügung gestellt bekommen habe :) Erst einmal Danke dafür!

Name: Rauklands Sohn
Seiten: 364 Seiten, Taschenbuch
Verlag:  Verlagshaus El Gato
Veröffentlichung: 7. März 2013
Link: https://www.amazon.de/Rauklands-Sohn-Raukland-Trilogie-Band/dp/3943596044


~Erster Eindruck~
Das Erste, was ich vom Buch hatte, war der Klappentext, der mich sofort neugierig auf die Geschichte machte. Natürlich habe ich mir dann sofort das Cover angesehen. Dort ist eine Festung zu sehen und davor ein Schwert, das gut zur Geschichte passt.

~Inhalt~
Worum geht es? Ich wusste zuerst nicht, was ich erwarten sollte, der Klappentext hatte mich allerdings sehr neugierig gemacht hat. Es geht um Ronan Carinn, dem Sohn des Herrschers von Raukland, ein ziemlich grausamer Mann, der alles versucht, um seine Macht weiter auszubauen. Ronan fällt in Ungnade, als er, statt einen Trupp zu führen, bewusstlos in seinem Zelt aufgefunden wird. Er selber kann sich allerdings an nichts erinnern, obwohl alle behaupten, er wäre betrunken und mit einer Frau zusammen gewesen. Sein Vater ist alles andere als begeistert und bestraft ihn hart, jedoch kann sein Lehrmeister, Zhodan, ihn davon überzeugen, Ronan auf die Insel Lannoch zu schicken, die er einnehmen soll. Das Problem an der Sache ist, dass dies ohne Waffengewalt geschehen muss, indem Ronan die Aufgaben, die ihm der König von Lannoch stellt, zu seiner Befriedigung löst. Dabei muss man sich manchmal doch fragen, ob manche Aufgaben ernst gemeint sind 😉
Das ist natürlich nicht alles, was an Handlung passiert, aber ich würde euch ja sonst den Spaß verderben 😜

~Charaktere~
Die Charaktere von Jordis Lank haben mich wirklich fasziniert. So ist jeder einzeln gestaltet, hat einen eigenen Charakter und man lernt die meisten wirklich zu lieben. Ich werde hier auch nur kurz die Wichtigsten vorstellen :)

Ronan ist anfangs ein ziemlicher Eisklotz und wirkt arrogant und wie ein Arschloch (sorry für den Ausdruck :D), allerdings entwickelt er sich im Laufe der Geschichte und man findet immer mehr über ihn und seine Gefühlswelt heraus. Er öffnet sich etwas mehr auch gegenüber anderen Charakteren und so habe ich ihn am Ende sehr lieb gewonnen :)

Liam, der sich im Laufe der Geschichte immer mehr zu Ronans meist Vertrautem entwickelt, ist ziemlich unsicher und auch nicht so selbstbewusst wie Ronan, sein komplettes Gegenteil. Er soll Ronan mit den Aufgaben helfen und auch er wächst im Laufe der Geschichte weit über sich hinaus. Ich mochte ihn eigentlich von Anfang  an und war am Ende sehr stolz auf ihn.

Eila ist die Prinzessin der Insel. Sie hasst Ronan von Anfang an, da sie weiß, dass er ihre Insel übernehmen will und ihm kein bisschen traut. Wie ihr Großvater (der König der Insel), Merin, will sie ihn anfangs los werden, jedoch haben Beide wirklich nur das Beste für die Inselbewohner im Sinn, so muss vor allem Merin am Ende eine schwerwiegende Entscheidung treffen, während Eila in ihrer Gefühlswelt hin- und hergerissen ist.

~Meine Meinung~
Seit dem ersten Kapitel hatte mich diese Geschichte gepackt. Ich habe sofort mit Ronan mitgelitten, obwohl er anfangs etwas verschlossen wirkte :) Seinen Vater konnte ich von Anfang an nicht leiden und ich wusste sofort, dass Ronan sich niemals einfach so betrinken würde (mehr will ich hierzu wirklich nicht sagen ;)).
Jordis beschreibt alles sehr gut und spannend, sodass ich gar nicht aufhören konnte, zu lesen. Es passierte immer wieder etwas Neues, sodass es überhaupt nicht langweilig wurde.
Das Einzige, was mich ein wenig gestört hat, war, dass man doch relativ wenig Einblick in die Gefühlswelt der Charaktere bekommt. Das wird etwas dadurch gebessert, dass die Perspektive oft zwischen Liam und Ronan gewechselt wird

. Es ist allerdings ein geringer Kritikpunkt und das Positive überwiegt definitiv.
Gegen Ende war es so spannend, dass ich, ich gebe es gerne zu, geschrien habe, als könnten mich die Charaktere hören und ich würde daneben stehen. Die anderen Teile möchte ich mir auf jeden Fall auch noch anschaffen, um herauszufinden, wie es mit Ronans Geschichte weitergeht.
"Rauklands Sohn" ist für jeden etwas, der ein gutes, spannendes Buch über Kämpfen, Krieg, Königreiche, Freundschaft und Vertrauen sucht.
Wer vielleicht einen kleinen Einblick in die Welt Ronans erlangen möchte, kann sich ja mal die Seite von Jordis Lank ansehen, die ich im Zuge des Lesens ebenfalls besucht habe: https://www.jordis-lank.de/

Damit verabschiede ich mich von euch, ich hoffe, das war hilfreich für euch und ihr gebt diesem unglaublich tollen Buch eine Chance :)

Eure Wolki






Mittwoch, 15. Februar 2017

Rezension zu "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - Das Originaldrehbuch"

Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - Das Original Drehbuch

Eigentlich habe ich das Buch schon vor einiger Zeit gelesen, direkt am ersten Tag nachdem es erschiene ist, tatsächlich^^ Allerdings wollte ich den Hype erstmal abklingen lassen und werde jetzt einmal meine Meinung kund tun (und versuchen, nicht zu sehr zu fangirlen^^)

~Erster Eindruck~

Mein erster Eindruck von dem Buch war schon einmal sehr gut. Es hat ein wunderschön gestaltetes, eingeschlagenes Cover, wo die goldenen Buchstaben des Titels etwas abgehoben sind und es ein wenig nobel (sorry, mir fällt kein besseres Wort ein^^) erscheinen lässt. Die einzelnen Buchstaben sind ein wenig verschnörkelt und es ist einfach nur wunderschön :)

~Inhalt~

Das Drehbuch basiert natürlich auf gleichnamigem Film "Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" und es geht um einen jungen Zauberer, der für einen kurzen Aufenthalt nach Amerika einreist, sich dann aber das Problem ergibt, dass sein Koffer voller Tierwesen mit dem eines No-Maj (Muggel) vertauscht wird. Durch einen Unfall entkommen diese Tierwesen und Newt muss es schaffen, sie wieder einzufangen. Das er dabei ins Schussfeld der gegnerischen Seite kommt, ahnt er nicht...

Geschrieben ist es als Drehbuch-Stil, allerdings hat J.K. Rowling auch sehr viel noch nebenbei beschrieben (bis auf den Paarungstanz, den sich der liebe Eddie Redmayne selber erarbeiten durfte^^), ebenso sind Anmerkungen enthalten, ob es eine Außen- oder eine Innenszene ist, was ich sehr positiv fand. Durch all das lief der Film erneut vor meinen Augen ab und ich muss sagen, da ich ein großer Harry Potter Fan bin, war ich begeistert.
Dazu sind an jedem Akt-Ende und zwischen drin immer wieder kleinere Illustrationen, die gezeichnet wurden, was ich als sehr schönes Detail empfinde.
Auf den hinteren Seiten sind unter Anderem noch einmal die Begriffe in einem Glossar festgehalten, außerdem sind dort die Darsteller noch einmal aufgelistet und wer an dem Drehbuch/Film mitgewirkt hat.

~Charaktere~

Die Charaktere waren alle für mich sehr unterschiedlich. Manche mochte man von Anfang an (Newt ❤) und Andere hingegen waren von Anfang an unsympathisch. Wiederrum Andere haben sich über die Story hinweg sehr verändert und es tat einem Leid, als man sich am Ende von ihnen verabschieden musste, da man sie doch lieb gewonnen hatte.
Die Tierwesen waren allesamt sehr genial^^ Ganz Besonders toll fand ich den Niffler und den kleinen Bowtruckle :D Besonders eindrucksvoll war der Donnervogel, dem Newt helfen wollte.

~Meine Meinung~

Wer den Film noch einmal Revue passieren lassen will oder vielleicht ein Zitat o.ä. nachlesen will, der sollte das Drehbuch auf jeden Fall lesen, vor Allem, wenn euch der Film so gut gefallen hat wie mir.
Natürlich kann man bei einem Drehbuch keinen Fließtext erwarten, aber tatsächlich habe ich J.K. Rowlings Fließtext aus den Harry Potter Büchern vermisst, würde es noch ein Buch als Fließtext geben, würde ich es auf jeden Fall auch kaufen wollen.
Die Story fand ich super. Alleine die ganzen Tierwesen und die Charaktere waren unbeschreiblich und man hat sich direkt verzaubert gefühlt. Ganz Besonders Newt hat es mir angetan, der die ganze Zeit über ein Wenig verpeilt und einfach nur niedlich dargestellt war^^
Fazit: Wer kein Problem mit wenig Fließtext, bzw. Drehbuch-Stil, hat und wem der Film gefallen hat, ist das Buch ein schönes Stück in seiner Fan-Sammlung, alleine weil es schon schön anzusehen ist :)
Natürlich entspricht das Drehbuch nie dem Erlebnis, das man hat, wenn man den Film sieht, aber das soll es ja auch gar nicht :)

LG Eure Wolki

Erschienen: 14.01.2017
Seiten: 304, gebundene Ausgabe
Verlag: Carlsen
Link: https://www.amazon.de/Phantastische-Tierwesen-finden-sind-Originaldrehbuch/dp/3551556946/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1487189098&sr=8-2&keywords=fantastische+tierwesen


Dienstag, 7. Februar 2017

Kari: Rezension zu "Liebe mich, wer kann"...

… oder Du willst eine ewige Bindung? Dann sei ein Pinguin!

Eigentlich hatte ich das Buch schon eher rezensieren wollen, aber das reale Leben ist leider nicht planbar. Ich hasse es, euch so hängen zu lassen, und hoffe, ihr verzeiht mir dies. Dafür könnt ihr euch nun als eintragen und erhaltet immer eine Mail, sobald ich eine neue Rezension gepostet hab. Danke für alles!

Greta Elisabeth Hildebrand ist frisch von ihrem durchgeknallten Politiker-Ehemann getrennt und hält sich für einen Liebes- und Beziehungskrüppel. Kurz vor Weihnachten zieht sie mit ihrer besten Freundin in eine WG und wundert sich, warum sie ihrem Mann Wutmails schreibt und sich offenbar nicht daran erinnern kann, diese verfasst zu haben. Scheinbar verträgt sie keinerlei Tropfen Alkohol und lässt dann die Wut-Greta heraus. So versucht sie, sowohl den Mails auf den Grund zu gehen als auch wieder im privaten Leben Fuß zu fassen. Gelingt es ihr?

Mein persönlicher Eindruck: Grrar, momentan hab ich's offenbar mit weiblichen Protagonistinnen, die Werbetexterinnen in Werbeagentueren sind, denn Greta war auch eine, wie Sara aus dem Buch 'Gespräche mit meiner Katze'. Und wenn wir schon mal bei Paralellen sind: Wie Sara wurde Greta gezwungen überredet, ihr Leben wieder zu sortieren und sich neu zu orientieren, jedoch von ihrer besten Freundin Katka und nicht von einer sprechenden Katze. Und damit hören die Paralellen auf.
Die beste Freundin gefiel mir sehr, beinahe besser als die Protagonistin Greta. So eine Freundin wünscht sich doch jeder, oder? Also ich wünsche mir so eine Freundin. Allein Katkas Idee mit dem Lach-VHS-Kurs hatte mich dazu gebracht, mich lachend über meine Couch zu rollen, von dieser komischen Stinke-Blume ganz zu schweigen.
Auch der Umgang mit Klischees war herrlich. Auf der einen Seite pochte Katka auf ihre polnische Herkunft, auf der anderen Seite deklarierte sie sich nicht als „Klischee-Polin“. Ich amüsierte mich köstlich. Am liebsten hätte ich Katka und ihre Matka adoptiert oder mich adoptieren lassen!
Der Noch-Ehemann von Greta regte mich dagegen innerlich auf. Er bediente ein Stück weit das typische Politiker-Klischee und er regte mich auf! An Gretas Stelle hätte ich ihm weit brutalere und 'gemeinere' E-Mails geschickt und keinen Augenblick meine geistige Gesundheit angezweifelt. Ich find Politiker unmöglich, die können einen halb totlabern, ohne Substanz oder Inhalt, und man denen resigniert alles erzählt, was der Heinie hören will, damit man ihn wieder los wird, ähnlich wie die Zeugen Jehovas. Gott sei Dank kam der nicht ganz so oft vor, denn seine paar Auftritte reichten mir absolut. Mir hätte selbst seine bloße Erwähnung gereicht...
Der 'Running-Gag' mit dem Power-Tier Pinguin und dessen Bedeutung wurde leider nicht wirklich aufgeklärt, was ich sehr schade fand. Ich weiß, dass man viel in unsere Wahlen und Entscheidungen hineininterpretieren kann und dass sie manch Psychologe/Psychotherapeut/Psychater an einem Menschen zu Tode analysieren und interpretieren kann, nichtsdestotrotz hätte es mich wahnsinnig interessiert, was man in die Wahl eines Pinguins interpretieen kann. Vielleicht kann mir einer von euch diese Frage beantworten.
Was mich jedoch störte, war das relativ abrupte Ende. Für meinen Geschmack war es zu schnell und übereilt, so nach dem Motto 'Whoops, nur noch 20 Seiten! Fix mal das Ende reinkloppen!'. Das ist das Einzige, was mich persönlich wirklich nervte.
Der Schreibstil war so herrlich locker, leicht und lustig, dass ich, ehe ich mich versah, die ersten 100 Seiten heruntergelesen hatte, und die nächsten Seiten folgten diesen.

Alles in Allem kann ich das Buch jedem empfehlen, der eine süße kleine Story für Zwischendurch sucht. Ich hab es gemocht und werde es bestimmt noch mal lesen. Und natürlich ist es ein absolutes MUSS für Pinguin-Fans, allein das pinke/rosa Cover mit den süßen Pinguinen... Also, Pinguine an die Front!


Mittwoch, 18. Januar 2017

Kari: Rezension zu "Der König der Tiere"...

… oder ROOOOAAAAR!!!

Nach dem doch recht belehrenden vorherigen Buch wollte ich ein wenig Humor in meinen doch recht düsteren Kopf kriegen und tadaa! Was eignet sich wohl besser als das neueste Buch eines der brilliantesten Köpfe Deutschlands? Mag nur meine Meinung sein und ich stehe damit gerne alleine, ändert trotzdem nichts daran, dass ich Jürgen von der Lippe mag und schätze und mir gerne ansehe. Da es auch dieses Mal, wie bei diesem Katzenbuch, keine Handlung gibt, entfällt die obligatorische Inhaltsangabe...aus Gründen.
Apropos: Hugo Elch, Penny Einhorn, Olaf Bär und Lucy Luchs haben sich gestritten, wer mit dem Buch posieren durfte. Letzten Endes wurde es, wieder mal, eine Collage. Seufz, Diven...

Mein persönlicher Eindruck: Naja, was soll ich groß sagen außer: Ich amüsierte mich königlichst! (Schlechter Wortwitz, ich weiß)
Der Humor von Herrn von der Lippe ist Geschmackssache, wie alles im Leben, allerdings hat er meinen Humor zu 97% getroffen. Ich fand nicht alle 60 Glosschen und Geschichtchen lustig, aber mal ehrlich, wann gefällt mir schon ein Buch zu 100%? Ich mäkel immer herum. Was für mich sehr angenehm war, waren meiner Meinung nach die kurz gehaltenen Glosschen und Geschichtchen, keine war länger als sechs Seiten. Ich konnte sie schön rasch lesen, was ich bedauerte!, und genoss den Charme jeder einzelnen. Was ich ebenfalls gut gelungen fand, war, dass ich bei jeder Glosschen und Geschichtchen denken könnte, dass sie 'in echt' geschehen sein könnte. Erzählte Herr von der Lippe eine wahre Begebenheit aus seinem garantiert interessanten PrivatLeben, war es bloß eine Erzählung, die er irgendwo irgendwann aufgeschnappt hatte, oder eine frei erfundene Geschichte? Allein die erste Geschichte 'Heute schon prokastiniert?' könnte ein dermaßen typisches Erlebnis gewesen sein, dass ich es ihm abkaufte, wenn er es mir erzählte. Zwischendurch gab es neben reinen 'Erzähl'texten auch Kapitel, die ausschließlich aus reinen Dialogen bestand. Der ein oder andere mag Herrn von der Lippe unterstellen, er wäre arg sexistisch und arbeitet mit Vorurteilen, aufgrund seines Alters durchaus nich verwerflich, jedoch empfand ich weder eine noch das andere.
Die untergeschmuggelte Geschichte von Torsten Sträter konnte ich nicht von denen von Jürgen von der Lippe unterscheiden, was ich nicht weiter schlimm fand.
Der Schreibstil war – im Gegensatz zu meiner sonstigen Lektüre – schon ein wenig gehobener und die ein oder andere Glosse war nichts für Zwischendurch, denn ich hatte in der Tat das eine oder andere nachschlagen müssen, weil ich das Wort nicht kannte. Nun gut, Wortschatz nebenbei erweitert, vielen Dank dafür.

Alles in Allem kann ich das Buch selbstredend von-der-Lippe-Fans und solchen, die es werden wollen, empfehlen, ebenso Leuten, die seine Art von Humor mögen und einfach mal gepflegt lachen und sinnieren wollen, denn ein paar Kapitel regen durchaus dazu an. Vielen Dank, lieber Jürgen, ich hab mich köstlich amüsiert.