Freitag, 23. Dezember 2016

Kari: Rezension zu "On the Island"...

… oder Ein fröhliches Partybesäufnis

Ich wünsche jedem meiner Follower/Klicker ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest! Danke für alles, was ihr in diesem Jahr für mich getan habt und ich hoffe, ich hab euch unterhalten und das ein oder andere Buch näher bringen können! Ich hab euch lieb ♥
Weiter geht’s mit einem Buch, mit dem nicht mal jemand posieren wollte. Komisch, naja...

Anna erhofft sich eine Auszeit von ihrem festgefahrenen Leben: Ein Lehrerjob, einen Freund, der nicht 'erwachsen' werden will und Freunde und Familie, die das haben, was sie gerne hätte. Kein Wunder also, dass sie das Angebot annimmt und einem Jugendlichen über die Sommerferien auf den Malediven Privatnachhilfe, denn wer von uns wäre bei dem Angebot nicht auch umgehend gefahren?. Findet sie auf den Malediven heraus, was sie will?
T.J. muss in jungen Jahren bereits einen schweren Kampf gegen eine schlimme Krankheit gewinnen und gleichzeitig versucht er, nicht allzu viel von seinem Leben zu verpassen. Kaum geheilt wollen seine Eltern, dass er, um den versäumten Schulstoff nachzuholen, in das Familiendomizil auf den Malediven reist. Aufgrund seines Kumpels Ben fliegt er gemeinsam mit seiner Lehrerin Anna von Chicago auf die Malediven. Gelingt es ihm, genug für's Leben zu lernen?

Mein persönlicher Eindruck: Wo fang ich bloß an? Zu erst einmal etwas Positives: Anna und T.J. waren zwei wahnsinnig sympathische Charaktere, bis auf eine Ausnahme seitens T.J.'s, und im Groben und Ganzen waren sie angenehme Zeitgenossen.
Das war es aber auch schon, was ich groß Positives erwähnen kann. Ich konnte mich über das gesamte Buch hinweg nicht mit dem Schreibstil anfreunden. Er wirkte auf mich kühl, distanziert und steril, es baute sich in mir keinerlei Spannung oder sonst etwas auf und von der Verzweiflung der Protagonisten spürte ich trotz Ich-Perspektive nicht viel. Ich muss auch gestehen, dass ich einen Teil des Buches übersprungen hatte und lediglich die ersten 75 und die letzten 100 Seiten von 261 Seiten (meine eBook-Reader-Version) gelesen hatte, weil mich der Schreibstil vertrieb mich immer mal wieder.
Neben dem Schreibstil gab es auch einige unlogische Stellen, die ich komisch fand. So hatte der Pilot einen Herzinfarkt, an dem er starb, konnte jedoch ganz normal mit Anna sprechen, als wäre nichts. Oder T.J., der quasi frisch von seiner Hodgkins-Lymphon-Therapie kam und Anna aus dem Indischen Ozean retten konnte, die bewusstlos in ihrer Schwimmweste herumschwamm. Ich kenne Krebspatienten und die wenigsten haben die Kraft, nach Chemo und Bestrahlung noch solche Kraftakte zu bewältigen, andererseits weiß ich nicht, wie die Therapie für ein Hodgkin-Lymphon ausschaut und ob T.J. nicht doch in der Lage ist, das zu bewältigen. Dennoch finde ich es schwer bis unmöglich für einen kranken Teenager, einen Flugzeugabsturz über dem Ozean zu überleben, sich selbst zu retten und dann noch eine erwachsene Frau mitzuschleppen, aber nun gut. Abgesehen davon schient T.J.'s Familie reich, immerhin hatten die ja ein Ferienhaus auf den Malediven, zu sein und die beiden waren einige Jahre auf der Insel. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass trotz der vielen unbewohnten Inseln eine Suche nach den beiden mit den finanziellen Mitteln so lang dauerte.
Darüber hinaus wurden T.J. und Ben als partysüchtige Jungs hingestellt, die nichts anderes im Kopf haben als Partys und sich zu besaufen. Gerade T.J., der auf der Insel herangereift war, hätte wieder eine 180°-Drehung gemacht. Obwohl, beinahe nichts ist unmöglich.
Das Ende war sehr hektisch und ich verlor rasch den Überblick, wie alt die beiden waren, wie viel Zeit verrann und was alles geschehen war, da so viel geschehen war.
Positiv kann ich am Ende hervorheben, dass mir das Cover gefiel. Ich mag solch Aufnahmen.

Alles in Allem kann ich das Buch nicht wirklich empfehlen, denn es gefiel mir nicht. Aber wie bei jedem Buch hat auch dieses gewiss seine Liebhaber, zu denen ich nicht zähle. Viel Spaß damit :)


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