Sonntag, 4. Oktober 2015

Kari: Rezension zu "Sea Breeze 6 - Jason und Jess"...

...oder Wenn endlich mal ein Bad Girl in den Mittelpunkt rückt

Soo, dann leg ich mal mit dem nächsten Buch los, dem 6. Teil der Sea-Breeze-Reihe. Let's begin!

Jess ist unverdient ein Mädchen aus der Unterschicht, die mit ihrer Mom, einer Stripperin, in Sea Breeze lebt und von einem Idioten wie Dreck ihrem Ex-Freund sehr schlecht behandelt wird. Zum Dank demoliert sie sein Baby, seinen Schwanz seinen Wagen. Dumm nur, dass sie es genau vor der allen bekannten Stadtbar war und sie trotz Tarnung fliehen musste. Zu ihrem großen Glück Pech wird sie beinahe von einem Porsche über den Haufen gefahren.
Jason, nur der kleine Bruder des Rockstars Jax Stone, fährt nichtsahnend mit dem Jax' Porsche zu dessen Ferienvilla, wo er seinen Sommer verbringt, um vor seiner Snobumwelt zu fliehen sich selbst zu finden und zu entspannen, ehe er zum Idiotenpack nach Harvard zurück muss. Sein elitäres Leben wird in seinen langweiligen Grundfesten erschüttert, als eine hübsche Blondine vor das Auto seines Bruder läuft und ihn um eine Fluchtmöglichkeit bittet.

Mein persönlicher Eindruck: Voller Vorfreude über einen doch etwas ungewöhnlicheren Plot stürzte ich mich auf Sea Breeze 6, denn es war für mich doch eher ungewohnt, dass eine Frau den Bad-Part übernimmt. Partys, Kerle, Flirten, kleinere Illegalitäten und Bezirzen der Polizisten. Von ihrer Mom hatte sie gelernt, Männer für ihren Vorteil zu manipulieren umgarnen und einzusetzen. Mich erstaunte ihre Persönlichkeit im ersten Moment, allerdings erkannte ich rasch, dass Jess damit nicht glücklich war, noch bevor Jason es entdecken konnte. Ich finde es immer wieder ekelig und entwürdigend schäbig, wenn Frauen oder gar junge Frauen wie Jess ihren Körper einsetzen müssen, um irgendwie wahrgenommen zu werden. Und auch, wenn ihre Mom in vielerlei Hinsicht Recht hatte, was Männer angeht, sind nicht alle so und ihre Serien sollten es ihr auch gezeigt haben. Bis auf meine üblichen Problemen, die ich mit Bad-Charakteren hab (^^), war Jess eine arme Socke.
Jason dagegen kämpfte gegen die meiner Meinung nach obligatorischen Luxusproblemchen, die man hat, wenn man in einer Welt lebt, in der es bloß von Leuten wimmelt, die einen Stock im Arsch haben die denken, sie seien etwas Besseres und bekommen deswegen alles. Zudem wurde er lediglich als 'der kleine Bruder von' wahrgenommen und sollte brav das machen, was alle ihm vorschreiben. Er konnte aus Loyalität nicht 'Nein' sagen. Am meisten allerdings regte mich daran auf, dass er der armen Jess immer wieder eindeutig sagte "Das wird nichts Ernstes, du bist bloß ein Fick ein Sommerflirt". Dafür hätte ich ihm sehr gerne in den Arsch getreten!
Er behandelte Jess wie eine Prinzessin, wusste um einen Teil ihrer Ängste und behandelte sie trotzdem wie, nun, wie eine Dame, mit denen die Mom von Jess Kontakt hatte. Trotz seiner eigenen Probleme konnte er kaum viele Pluspunkte bei mir sammeln. Und seine Gründe für eben diese Äußerung konnte ich nicht wirklich nachvollziehen, wo ich doch sonst für alles noch so Abstruse oder Irrationale Verständnis habe. Und am allermeisten wollte ich seiner Mom den gigantischen versnobten Stock aus dem Hintern ziehen! Es hätte mir diebische Freude bereitet. Stattdessen musste ich mit erleben, wie Jess sich selbst demütigte und aufgab, ähnlich wie Preston, und ich wollte sie genauso dringend durchknuddeln und vor dem unvermeidbaren Leid bewahren wie er.
Der Schreibstil ist Abbi-typisch, dieses Mal hatte ich weniger Fehler als sonst gefunden und es war angenehm, in das Buch reinzukommen, sich in die Figuren zu versetzen und mitzufühlen, auch wenn ich für einige Gedanken kein Verständnis hab.

Alles in Allem kann ich dieses Buch für Abbi-Fans empfehlen, ebenso für Leute, die eine Lektüre für Zwischendurch suchen und eventuell vorhandene Aggressionen auf wen anders lenken wollen.

Kommentare:

  1. Stimme zu! Passt nur für AbbißFans gut. Ich habe aber gelesen. Habe gerade viel Zeit frei weil mein Business viel erfolgreicher mit datenräume geworden ist.

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    1. Jipp, fällt bei Sea Breeze richtig auf: Die Reihe ist durchwachsen und einige Teile sind wirklich nur für Abbi-Fans :-/ Teil 9 subbt immer noch bei mir rum...

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